Erstellt am 19. März 2014, 23:59

von Richard Vogler

Plan für Bahnhof: 100 neue Parkplätze. Die Parkplatzsituation am Mattersburger Bahnhof hat sich zum Positiven gewendet. Mitte vergangener Woche sollten rund 20 Parkplätze gestrichen werden - nun könnte es sein, dass zusätzliche geschaffen werden.

Lokalaugenschein: Mattersburgs SPÖ-Vize Helmut Marban, Landeshauptmann Hans Niessl und SPÖ-Bezirkschef Christian Illedits beim Verladeplatz, wo man nun weiter parken kann.  |  NOEN, privat
Von Richard Vogler

Wie die BVZ am Mittwoch berichtete, war die Schließung des Verladeplatzes mit rund 20 Parkplätzen von Seiten der ÖBB bereits beschlossene Sache. Der Verladeplatz war erst vor rund zwei Jahren für Autos geöffnet worden und sollte nun wieder zugesperrt werden, da „täglich unbefugte Gleisüberschreitungen vor allem kurz vor dem Einfahren der Regionalexpress-Züge beobachtet wurden“, wie ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif berichtete.

Ein Mail einer verärgerten Pendlerin ging an Bürgermeisterin Ingrid Salamon und Landesrat Peter Rezar, eine Presseaussendung von ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich („Hohn für Mattersburgs Pendler) folgte.

Über ein weiteres Areal wird verhandelt

Die SPÖ mit Bürgermeisterin Ingrid Salamon und Bezirksparteiobmann Christian Illedits schalteten sich ein, womit eine Lösung in Sicht war. Die Stadtgemeinde zäunte das Parkplatzareal ein und nun ist es den Pendlern auch weiterhin gestattet, dort zu parken. Links vom Verladeplatz gibt es ein weiteres mit Betonpfeilern abgetrenntes Areal. „Wir stehen mit den ÖBB in Verhandlungen, dass auch dieser Teil geöffnet wird. Damit wären zu den bestehenden 200 Parkplätzen am Bahnhof Mattersburg zumindest weitere 80 bis 100 Stellplätze gesichert“, berichtet Salamon.
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SPÖ-Bezirksparteiobmann Illedits zeigt sich verwundert über die Vorgangsweise der ÖBB: „Sowohl die Stadt als auch die betroffenen Pendler wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Gesamtlösung bis Ende des Jahres erwartet

Eine Gesamtlösung für den Parkraum-Bedarf am Mattersburger Bahnhof ist schon länger ein Thema. Drei Alternativen stehen im Raum, einen Variante davon ist ein Parkdeck. Geht es nach der ÖBB, so wurde bereits der Stadtgemeinde und dem Land der Ball zugespielt.

„Die drei Varianten sind Grundlage für einen Planungsvertrag, der bei Stadt und Land liegt. Wir haben bis dato keine Rückmeldung - weder von der Stadt noch vom Land“, berichtet Seif. Bis Ende des Jahres soll jedoch Gewissheit herrschen. „Noch heuer wird von Seiten des Landes und der Gemeinde entschieden, was möglich ist“, berichtet Illedits abschließend.