Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Pöttsching: 300 Liter Diesel flossen aus. GLÜCK GEHABT / Ausgetretener Kraftstoff rann in einen Schacht, der nicht in einen Bach mündete, sondern abgeschlossen war.

Gefahrenstoff-Einsatz. Die Feuerwehr Pöttsching band unter dem Kommando von Bernd Pauer den ausgeflossenen Kraftstoff mit Bindemittel.  |  NOEN
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PÖTTSCHING / Zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren und der Exekutive kam es am vergangenen Mittwoch gegen 13 Uhr auf dem Betriebsgelände der Firma Frank & Dvorak. Grund war der Austritt von 300 Liter Diesel aus einem LKW. Zu dem Einsatz wurden auch die Bezirkshauptmannschaft sowie zwei Privatfirmen hinzugezogen.

Den Einsatzkräften bot sich folgendes Bild: Ein Sattelschlepper war über einen mit Eisenplatten abgedeckten Schacht gefahren. Aus ungeklärter Ursache verschob sich eine der Platten, stellte sich auf und riss den Fahrzeugtank des Schwerfahrzeuges über die gesamte Länge auf. Insgesamt flossen 300 Liter Diesel aus.

Der Pöttschinger Feuerwehrkommandant, Bernd Pauer ließ daraufhin die Ölstutzpunkt-Feuerwehr, die Stadtfeuerwehr Mattersburg, nachalarmieren. Auch die Bezirkshauptmannschaft wurde von diesem Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Feuerwehr errichtete vorsorglich Ölsperren

Die Feuerwehr band sofort mit Ölbindemittel den ausgeflossenen Kraftstoff. Der Großteil des Diesels war jedoch in einen Schacht geflossen und sammelte sich dort. Da zu diesem Zeitpunkt noch unklar war, ob dieser Schacht in den nahegelegenen Bach mündet, errichtete die Feuerwehr vorsorglich eine Ölsperre aus Strohballen im Bach. Die Mattersburger Firma Koller & Rubak wurde von der Bezirkshauptmannschaft beauftragt, den Schacht auszupumpen. Die Einsatzkräfte konnten um 17 Uhr wieder einrücken.

„Wie es sich im Nachhinein herausgestellt hat, war der Schacht in sich geschlossen, das konnten wir aber zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht wissen. Somit ist die Sache zum Glück glimpflich verlaufen.“ Bezirkshauptmann Klaus Meszgolits gab vorsichtshalber weitere Untersuchungen in Auftrag.