Erstellt am 29. Februar 2016, 09:30

von APA/Red

Wegen Kindesentführung vor Gericht. Im September 2015 sind aus dem Kinderdorf in Pöttsching zwei Burschen im Alter von zwölf und 14 Jahren verschwunden und abgängig gemeldet worden. Knapp zwei Monate später tauchten sie wohlbehalten wieder auf.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / wodi
Am Freitag muss sich der 57-jährige Vater eines Buben deshalb vor Gericht verantworten. Ihm wird u.a. Kindesentführung vorgeworfen. Er soll die Burschen versteckt haben.

Mitarbeiter von Kinderdorf erstattete Anzeige

Am 23. September verschwanden die beiden Buben aus dem Kinderdorf. Zwei Tage später erstattete ein Mitarbeiter Anzeige, die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise. Am 18. November berichtete die Exekutive in einer Presseaussendung, dass die Kinder am vorangegangenen Wochenende wohlbehalten zurückgekehrt seien und nicht bekannt sei, wo sie sich aufgehalten hätten.

Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt sollen sich die Burschen bei dem nun angeklagten 57-Jährigen, der die beiden abgeholt hatte, befunden haben. Dem Mann wird vorgeworfen, die Kinder bei Kontrollen durch das Referat für Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft im Haus bzw. im angrenzenden Garten und im Anwesen im Bezirk Oberpullendorf versteckt zu haben. Außerdem steht der 57-Jährige wegen dem Vergehen nach dem Waffengesetz vor Gericht.

Drei Jahre Haft möglich

Der Prozess ist für Freitagvormittag anberaumt. Dem Angeklagten drohen maximal drei Jahre Haft, hieß es vom Landesgericht.

BVZ.at hatte über den Fall berichtet: