Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

Polizist aus Draßburg findet Sprengkörper. Gefunden / Bei einer routinemäßigen Fußstreife beim „Pußtahof“ in Siegendorf findet Polizeihund Amun einen gefährlichen Sprengkörper.

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Von Doris Fischer

SIEGENDORF / Dem richtigen Riecher des Polizeihundes „Amun“ ist es zu verdanken, dass vergangenen Freitagvormittag auf dem Areal des „Pußtahofes“ im Gemeindegebiet von Siegendorf ein selbst gebastelter Sprengkörper gefunden wurde. „Es handelte sich um eine routinemäßige Begehung des Areals und der Fund eher zufällig“, stellt der Draßburger Polizist Erich Bandat von der Polizeiinspektion Wulkaprodersdorf fest. Er versah mit seinem Hund den Dienst. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem 13 Zentimeter langen und mit Blitzknallpulver gefüllten Rohrverbindungsstück um einen Sprengkörper für Silvester handelte. Das Rohr war an beiden Enden verschraubt und mit einer kurzen Zündschnur versehen.

„Wenn er diesen angezündet hätte, hätte er schön ausgeschaut“, ist sich Polizeisprecher Helmut Marban sicher. Schließlich entspreche, so Marban, der Sprengsatz der Stärke von 55 Schweizer Krachern.

Ob der Sprengkörper ein Überbleibsel von Silvesterfeierlichkeiten ist, ist Gegenstand von Ermittlungen.

„In den Mülltonnen jedenfalls ist nicht viel Müll gewesen“, berichtet Bandat. Von einer Veranstaltung weiß auch Bürgermeister Rainer Porics nichts: „Wir verwalten das Gelände der Puszta. Veranstaltungen waren uns keine gemeldet.“

Ein Lausbubenstreich ist der Fall für Porics dennoch keiner: „Da hört sich der Spaß definitiv auf. Wir sind sehr interessiert, daran die Erbauer zu finden. Laut Polizei sind für den Bau auch spezielles Wissen und Werkzeug notwendig. Ohne Installateur-Kennnisse geht da gar nichts.“ Auswirkungen auf die Puszta als Veranstaltungsraum wird der Vorfall keine haben. Porics.

Spezielles Wissen und Werkzeug sind für den Bau eines derartigen Sprengkörpers notwendig – ist sich die Polizei sicher.Landespolizeidirektion