Erstellt am 27. August 2014, 07:02

von Martin Plattensteiner

Prälat Rittsteuer: Ein stolzes Jubiläum. 100. Geburtstag / Prälat Josef Rittsteuer, der 16 Jahre lang in der Pfarre Kleinfrauenhaid diente, feiert am 25. September seinen Hunderter.

Ratsvikarin Angelika Berrini gratuliert dem rüstigen Prälaten.  |  NOEN, BVZ
Die Pfarre nahm den Festgottesdienst zum Patrozinium am Freitag, 15. August, zum Anlass, den bevorstehenden 100. Geburtstag (!) des ehemaligen Pfarrers von Kleinfrauenhaid, Prälat Josef Rittsteuer, zu feiern. In Kleinfrauenhaid wirkte er von 1944 bis 1962.

Kaplanposten anstatt zur Wehrmacht 

Als Josef Rittsteuer am 25. September 1914 als Sohn einer Bauernfamilie in Neusiedl am See das Licht der Welt erblickte, versank Europa gerade in den Wirren des Ersten Weltkriegs.

Am 1. September 1945, also am Tag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs, trat Rittsteurer seinen ersten Kaplansposten in der Pfarre in Mattersburg an. Die Alternative wäre nämlich gewesen, für die Deutsche Wehrmacht zu dienen.

Historische Arbeiten verfasst

In den 60er-Jahren wurde Rittsteuer der erste Dompfarrer in Eisenstadt. Später leitete er den St. Martinsverlag und dessen Zeitung. Weiters schrieb er historische Arbeiten - beispielsweise über seine Heimatgemeinde - sowie eine Kartei, die alle Pfarrer, die im heutigen Burgenland gewirkt haben, erfasst.

In Kleinfrauenhaid gratulierten, unter anderem, Altbischof Paul Iby und der ehemalige, aus Zemendorf stammende Pfarrer von Rohrbach/Marz, Josef Giefing, dem rüstigen Jubilar. Ratsvikarin Angelika Berrini überreichte eine Kerze.

Der aktuelle Ortspfarrer, Dechant Harald Schremser, gestaltete das Fest zu einem unterhaltsamen und spannenden Spektakel.