Erstellt am 27. April 2016, 05:14

von Bettina Eder

Preis für die Stadt. Glyphosat-Gemeindeinitiative: Stadtgemeinde Mattersburg erhält Ökogütesiegel "Glyphosatfreie und ökologische Gemeinde".

Mattersburg  |  NOEN, Wolfgang Glock

"Etwa zwei Wochen fährt die Kehrmaschine mit zwei Mann mehr", so BauhofChef Günter Dorner über die finanziellen Auswirkungen der glyphosatfreien Unkrautbekämpfung in der Stadt. Seit 2009 wird in der Gemeinde nun schon im Gegensatz zu den meisten burgenländischen Gemeinden ohne das viel kritisierte Spritzmittel gearbeitet. Dafür wurde Mattersburg nun als erste Gemeinde mit dem Ökogütesiegel „Glyphosatfreie und ökologische Gemeinde“ vom Land ausgezeichnet.

„Es ist mehr Arbeit, aber wir schauen auf die Nachhaltigkeit und die Familien, wenn die Kinder Barfuss am Rasen spielen“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ), die die Auszeichnung kürzlich entgegennahm. Die Zeit sei „reif, weil die Menschen hellhörig sind. Und es mehr und mehr klar wird, dass nicht überall ein englischer Rasen notwendig ist“, betonte Salamon weiter. Der Einsatz von Glyphosat sei „ein weltweites Thema, das auf EU-Ebene noch keinen Niederschlag gefunden hat“, so Landtagspräsident Christian Illedits, der das Burgenland im EU-Ausschuss der Regionen vertritt.