Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

Pro mente-Zentrum in Mattersburg. Standort Nähe Mühlgraben / 16 neue Arbeitsplätze werden in dem Haus am Stadtrand für psychisch kranke Menschen geschaffen.

 |  NOEN
Von Helga Ostermayer

MATTERSBURG / Pro mente Burgenland ist ein gemeinnütziger Verein, der zum Ziel hat, sich um die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder psychosozialen Problemen sowie deren Angehörige im Burgenland zu kümmern. Diese Organisation baut nun gemeinsam mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) ein neues Zentrum für psychisch kranke Menschen beim Mühlgraben in der Nähe der Fußballakademie.

„Pro mente betreibt derzeit ein Tageszentrum für psychisch Kranke in Lackenbach, ein ähnliches Haus in Kohfidisch und das Reha-Zentrum in Rust. Auch in Mattersburg ist nun ein neues Zentrum geplant“, erzählt Geschäftsführerin Petra Prangl, da die Häuser in Lackenbach und Kohfidisch stets voll ausgelastet sind. Gebaut wird in unmittelbarer Nähe zur Schärfsiedlung, zwischen der Klausgasse, der Leopold Figl-Gasse und dem Mühlgraben, am Rand der Stadt. Mit dem Bau, der sich derzeit noch in der Planungsphase befindet, wird voraussichtlich ab kommenden Herbst gestartet, er soll Ende 2014 bezugsfertig sein.

16 neue Arbeitsplätze werden entstehen

Das Haus ist sowohl für stationäre als auch für Tagespatienten gedacht, es wird aber auch Wohnungen geben. „Hier werden 16 neue Arbeitsplätze geschaffen. Behindertenfachbetreuer, Kunst- und Bewegungstherapeuten sowie Reinigungskräfte erhalten hier Anstellungen“, so die Geschäftsführerin. Über die Kosten kann sich Petra Prangl derzeit noch nicht äußern. Im Reha-Zentrum in Rust werden seit zwei Jahren Personen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Burn-out behandelt - auch aufgrund steigenden Drucks im Arbeitsleben. Pro mente behandelt 900 Personen pro Jahr. Davon etwa ein Drittel mit Problemen, die auch durch den Arbeitsplatz bedingt sind.

Auch Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) bestätigte die Erhöhung der Zahl psychisch Kranker durch steigenden Arbeitsdruck. „Die Politik muss darauf Antworten finden“, so Rezar. Eine dieser Antworten im Burgenland ist beispielsweise das Beratungsprogramm „fit to work“, das es seit Jahresbeginn in der Landeshauptstadt gibt und das zukünftig noch ausgeweitet werden soll.

Neues Projekt. Pro mente-Geschäftsführerin Petra Pangl: „Bau wird Ende 2014 fertig.“