Erstellt am 15. August 2012, 00:00

Prüfung von Alternativen für Grenzstraße bei Schattendorf. MACHBAR? / 2013 soll die Verbindung nach Agendorf zu einem Radweg umfunktioniert werden. Alternative Straße im Gespräch.

Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter: „Langfristig gesehen brauchen wir eine neue Verbindungstraße.“  |  NOEN
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SCHATTENDORF / Als die Idee für eine Verbindungsstraße zwischen Agendorf und Schattendorf geboren wurde, hätten die damaligen Bürgermeister Alfred Grafl und Istvan Gaal nicht gedacht, welches Ausmaß der Grenzverkehr einmal annehmen würde. „Man hat mit 400 bis 500 Fahrzeugen gerechnet. Mittlerweile hat sich dieser bessere Güterweg zu einer Pendlerstrecke entwickelt“, so der aktuelle Ortschef von Schattendorf, Johann Lotter. Täglich nutzen 1600 Fahrzeuge diese „Abkürzung“ anstelle der bisherigen Grenzverbindung bei Klingenbach.

Um dem starken Verkehrsaufkommen durch die 2011 errichtete Straßenverbindung zwischen Agendorf und Schattendorf Herr zu werden, wurde auf Einladung von SPÖ-Klubobmann Christian Illedits vor kurzem ein „Runder Tisch“ mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden und Verkehrsexperten abgehalten.

Als Sofortmaßnahme werden verstärkte Polizeikontrollen durchgeführt. „Bisher wurden allerdings kaum Verstöße gegen bestehende Fahrverbote festgestellt. Das Hauptproblem ist die große Zahl von Pkw in den Stoßzeiten. Wir müssen daher in einem zweiten Schritt Alternativvarianten zu dieser Verbindung prüfen - ein diesbezüglicher Auftrag an das RMB wird erfolgen“, betont Klubobmann Illedits.

„Weiße Straße“ und Straße  neben Bahnhof im Gespräch

„Als langfristige Lösung werden wir versuchen, eine neue Grenzverbindung zu schaffen. Die Möglichkeit dazu besteht bei der „Weißen Straße“ zwischen Schattendorf und Baumgarten oder gemeinsam mit Agendorf und Loipersbach beim Bahnhof Loipersbach/Schattendorf, um somit den Verkehr aus dem Dorf zu bringen“, so Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter. Weiters soll die derzeitige Straße zwischen Agendorf und Schattendorf 2013 zu einem Rad-, Fußgänger und Reitweg zurückgeführt werden. Dies ist derzeit noch nicht möglich, da das mit EU-Geldern geförderte Transborderprojekt, wodurch die Verbindungsstraße überhaupt erst verwirklicht werden konnte, noch nicht abgerechnet ist.

Das Problem beim Bau einer neuen Straßenverbindung ist jedoch, dass das nötige Geld auf ungarischer Seite fehlt. „Es gibt bereits Gespräche. Wir rechnen aber mit einem Umsetzungszeitraum von fünf bis zehn Jahren. Bis dahin wollen wir Maßnahmen setzen, um den Verkehr zu verringern, wie zum Beispiel verstärkt Verkehrskontrollen durchzuführen. Die Straße führt zu einem sensiblen Bereich im Dorf und ist für Kinder ein Gefahrenpunkt, weshalb wir versuchen, eine Möglichkeit zu finden, diese künftig zu einem Radweg zurück zu führen“, so Ortschef Johann Lotter.