Erstellt am 30. März 2016, 04:44

von Judith Jandrinitsch

Quellbohrung geplant : "Wasser muss passen". Die Gemeinde arbeitet mit Hochdruck daran, eine neue, magnesiumreiche Quelle anzubohren.

 |  NOEN, Wikimedia

Eigentlich wäre es ein Horrorszenario, falls dem Kurort das Heilwasser ausgehen würde. Also ist es Bürgermeister Gerhard Hutter ein besonderes Anliegen, eine neue, qualitativ hochwertige Quelle zu finden und diese zum Sprudeln zu bringen. Denn die Wasserqualität der bestehenden Quelle baut mehr und mehr ab, vor allem was die Mineralhaltigkeit und den Magnesiumgehalt des Wassers betrifft.

Erwartete Kosten: 680.000 Euro

Dieses Thema wurde auch in der letzten Gemeinderatssitzung diskutiert. Dabei kamen auch die zu erwartenden Kosten der Bohrung zur Sprache, die Gemeinde rechnet mit 680.000 Euro. Dass die Bohrung durchgeführt werden muss, daran zweifelt niemand. „Die Bohrung ist notwendig für den Kurort Bad Sauerbrunn“, bekräftigt ÖVP Obmann Ulrich Langthaler. „Wir würden vertragsbrüchig werden, wenn wir dem Kurzentrum kein Wasser liefern würden“, betont er. Das Einzige, was dem ÖVP-Obmann Sorgen bereitet ist, dass die Baukosten überschritten werden könnten. „Man muss eine etwaige neue Brunnenstube ja winterfest machen oder zumindest überdachen“, so Langthaler, der in der der Sitzung auch dafür warb, das Heilwasser via Internet zu vertreiben – nur das braucht natürlich eine entsprechende logistische Vorbereitung.

Bürgermeister Gerhard Hutter arbeitet im Moment daran, das Finanzkonzept für die Bohrung schriftlich auszuarbeiten, denn dieses muss dem Land vorgelegt werden. Nur mit Zustimmung des Landes kann die Gemeinde einen Kredit aufnehmen, um die Bohrung zu finanzieren.

Wasser so hochwertig wie möglich verwerten

„In das Konzept fließen auch Maßnahmen ein, wie wir den Heilwasservertrieb in Zukunft bewerben wollen. Wir wollen das Wasser so hochwertig wie möglich verwerten und dabei verstärkt in die sportmedizinische Richtung gehen“, erklärt Hutter. Dafür muss aber einmal eine magnesiumreiche neue Quelle gefunden werden. Diese wird rechts neben dem Musikpavillon im Kurpark vermutet. „Falls Qualität und Quantität des Wassers passen, müssen wir erst entscheiden, ob wir überhaupt eine neue Brunnenstube bauen oder eine Leitung zum Pavillon im Kurpark legen“, erklärt der Bürgermeister. Das alles seien Details, die erst diskutiert werden müssen.