Erstellt am 22. Oktober 2014, 06:31

von Richard Vogler

Rohrbacher Hilfe für Flüchtlinge. Im Pfarrheim / Die Pläne von Pfarrer Giefing werden umgesetzt: Eine Asylwerber-Familie soll in der Marktgemeinde aufgenommen werden.

Ein Mann der Tat. Nachdem Rohrbachs Pfarrer Josef Giefing bereits im Gottesdienst verkündete, Flüchtlinge aufnehmen zu wollen, wurde nun mit der Caritas eine Vereinbarung abgeschlossen.  |  NOEN, Ostermayer
Nun folgt man auch in Rohrbach dem Beispiel von Mattersburg: Auch in der Marktgemeinde sollen Asylwerber aufgenommen werden.

„Wurde mit Ortspolitikern besprochen“

„Vor zwei, drei Wochen, war in den Medien zu vernehmen, dass es von Seiten der Caritas Ambitionen gibt, Asylwerber unterzubringen“, berichtet Pfarrer Josef Giefing, um weiter auszuführen: „Nach einem Gespräch bei einer Dekanatssitzung mit Günther Kroiss wurde es im Rohrbacher Pfarrgemeinderat diskutiert und auch mit den Ortspolitikern besprochen.“

Nach signalisierter Bereitschaft stand fest, dass im Pfarrhof Platz für Flüchtlinge geschaffen werden soll.

Infrastruktur ist bereits vorhanden

„Die Infrastruktur für eine Familie ist auf jeden Fall vorhanden. Wir sind bereit“, so Giefing. Mit der Caritas wurde mittlerweile eine Vereinbarung abgeschlossen, sodass sie als Betreiber fungiert. Laut Giefing gab es positive Rückmeldungen von Seiten der Bevölkerung. „Es haben sich bereits einige Personen angeboten, bei der Betreuung der Familie mitzuhelfen.

Der Rohrbacher SPÖ-Bürgermeister Alfred Reismüller hält fest, dass „unsere Fraktion die ganze Sache sehr positiv aufgenommen hat. Von unserer Seite her gibt es dabei volle Unterstützung.“

(das Quartier ist bereits fertig renoviert, Flüchtlinge sind noch nicht eingezogen).

„Es geht uns auch darum, als Pfarre und als Stadtgemeinde einen Impuls für ganz Österreich zu setzen“, berichtete Kroiss.

Solidarität nahm zuletzt erkennbar zu

Rohrbach ist bislang die einzige Ortschaft im Bezirk Mattersburg, die Asylwerber aufnehmen wird. In anderen Gemeinden des Bezirks ist aktuell nichts geplant.

„Es ist schön zu sehen, wie in den vergangenen Tagen die Solidarität mit Flüchtlingen zugenommen hat. Auch bei uns melden sich sowohl Pfarrgemeinden als auch Privatpersonen, die helfen wollen - etwa, indem sie Menschen bei sich aufnehmen wollen oder mit Zeit-, Geld- und Sachspenden. Das ist großartig. Wir hoffen, dass noch mehr Pfarrgemeinden dem Beispiel von Mattersburg und nun auch Rohrbach folgen werden.“, hält Uli Kempf von der Caritas von der Caritas fest.