Erstellt am 21. Januar 2015, 07:51

S31-Sperre: Jagd ohne Gewehre. Verirrte Rehe waren Grund für die Straßensperre. Treiber brachten die Tiere wieder in Sicherheit.

Lärmaktion: Die Jägerschaft, darunter vier Jäger aus Sieggraben, brachten die Tiere wieder in Sicherheit.  |  NOEN

Am Sonntagvormittag kam es zur Sperre der S31 zwischen Weppersdorf und Sieggraben. Der Grund war eine „Rettungsaktion“ für verirrte Rehe, die in einem Waldstück quasi eingesperrt waren. Das Rotwild hatte sich in ein umzäuntes Waldstück nahe der viel befahrenen Schnellstraße verlaufen und konnte von dort nicht mehr weg. Es war eine Jagd ohne Gewehre, die um 8 Uhr in der Früh beim Schnellstraßen-Parkplatz Kobersdorf begann.

„Der Sonntagvormittag ist der optimale Zeitpunkt für die Sperre der S31 gewesen, weil es ein verkehrsarmer Tag sei und auch genügend Jäger Zeit hätten,“ so Autobahnmeister Konrad Mikacs von der ASFINAG. Zwei Dutzend Jäger, darunter Stefan Kovacs, nahmen an der „Treibjagd ohne Gewehre“ teil. „Zwei Rehe und ein Hase wurden durch die punktuellen Öffnungen der ASFINAG hinausgetrieben. „Eine solche Aktion wurde das erste Mal mit Erfolg durchgeführt“, so Jäger Stefan Kovacs.

Die Rehe waren offensichtlich über eine Schnellstraßen-Auf- oder Abfahrt in das umzäunte Straßenareal gelangt. Sie wurden in den Tagen davor schon mehrmals gesichtet und hatten den Schnellstraßenbereich nicht verlassen.

Die Tiere seien außerdem schon an den Verkehrslärm gewöhnt und hätten in dem umzäunten Gebiet Ruhe vor Hunden.