Erstellt am 08. Juli 2015, 10:37

von Richard Vogler

Bahnstraße: Kritik an Informationsfluss. Wirtschaftsbund und ÖVP hätten sich zeitgerechte Information gewünscht. SPÖ verweist auf Infos in Stadtnachrichten.

Strittige Sanierung. ÖVP-Vize Michael Ulrich und Wirtschaftsbundobfrau Melanie Eckhardt vor der Bahnstraße, die in drei Etappen saniert wird. Ein Gehsteig für Fußgänger und eine Fahrspur für Lieferanten wird stets geöffnet sein.  |  NOEN, Richard Vogler

Die Kommunikation anlässlich der Sanierungsarbeiten in der Bahnstraße sorgen bei ÖVP-Vize Michael Ulrich und Wirtschaftsbundobfrau Melanie Eckhardt für Unmut.

Wasserrohrbruch war Grund für erste Sperre

Im November vergangenen Jahres war die Bahnstraße bereits einige Tage gesperrt. Grund dafür war ein Wasserrohrbruch, die Straße wurde damals provisorisch saniert. „Diese Sanierung ist nach Monaten der Untätigkeit mehr als überfällig. Dass dafür die Bahnstraße für zwei Monate gesperrt wird und seitens der Stadtverantwortlichen weder die Anrainer noch die Betriebe im Vorfeld informiert wurden, ist mehr als fahrlässig“, sparen und Ulrich und Eckhardt in einer Presseaussendung vergangene Woche nicht mit Kritik.

„Eine rechtzeitige Information an Mattersburgs Unternehmer wäre für die Stadtverantwortlichen kein großer Aufwand gewesen, hätte aber für die Wirtschaftstreibenden große Vorteile gehabt. So hätten die Unternehmer bei ihrer Urlaubsplanung und beim Kauf von Waren und Produkten vorplanen können“, so WB-Bezirksobfrau Melanie Eckhardt. Bereits bei der Gemeinderatssitzung vom 25. Juni stellte Ulrich eine Anfrage an Salamon. Die Ortschefin hielt damals fest, dass die „Anrainer von den umsetzenden darüber informiert wurden oder noch werden.“

Aufregung nicht ganz nachvollziehbar

Ingrid Salamon kann nun die Aufregung nicht nachvollziehen. „Dass erst jetzt saniert wird, hat einen logischen Grund – in den Sommermonaten verkehren keine Schulbusse und für den Mattersburger Verkehr ist der Juli und August somit der beste Zeitraum.“ Betreffend Informationsfluss hält sie fest, dass „in den Stadtnachrichten vom März und Juni darauf hingewiesen wurde. Bauamtsleiterin Sonja Biricz war auch vor eineinhalb Wochen selber vor Ort und hat betroffene Unternehmer darüber informiert“, so die Ortschefin, um jedoch auch festzuhalten, dass „das nächstes Mal früher informiert wird.“

Von Seiten Ruefa Reisen, Kindermoden Claudia und und Sport 2000 wird bestätigt, dass man vorab keine zeitgereichte offizielle Information zur Sperre erhalten habe. Marlies Wograndl vom „Präsent“ geht ins Detail: „Es war schon ein Schock für uns, man hätte uns rechtzeitiger informieren sollen. Mittels Mail habe ich mich bei der Stadtgemeinde auch beschwert.“ Ärztin Ingrid Grafl hat ihre Ordination in der Bahnstraße. „Als ich es in den Stadtnachrichten gelesen habe, war ich doch etwas verunsichert, was auf mich zukommen würde. Ich habe dann bei der Strabag selbst angerufen und mich erkundigt, wie es abläuft.“