Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Sanitäter belebten Pensionisten wieder. Leben gerettet / Sanitäter des Roten Kreuzes Mattersburg reanimierten einen Pöttschinger, der in seinem Garten zusammengebrochen war.

Dankbar. Bei Kaffee und Kuchen ließen alle Beteiligten das Geschehene Revue passieren. Alexander Schwab, Christoph Frimmel, Davis Schlögl, Hr. Szarka, Bezirksstellenleiter Hannes Hauer und Frau Szarka beim Überreichen einer Flasche Rot-Kreuz-Weines. Foto: RK Mattersburg/Sarah Hrazdil  |  NOEN, RK Mattersburg/Sarah Hrazdil

PÖTTSCHING / Vor kurzem brach ein Mann aus Pöttsching plötzlich in seinem Garten zusammen. Geistesgegenwärtig tätigt seine Gattin den Notruf 144 und rief auch ihren Nachbarn zu Hilfe. Als die Sanitäter des Roten Kreuzes eintrafen, wurde der Pöttschinger bereits von seinem Nachbarn wiederbelebt.

Die Sanitäter des Roten Kreuzes Alexander Schwab, Christoph Frimmel und Davis Schlögl (ein Zivildiener in Ausbildung) übernahmen Herzdruckmassage und Beatmung. Es dauerte wenige Augenblicke, bis der Rettungshubschrauber eintraf. Dem Team gelang es schließlich nach mehrmaliger Defibrillation, den Mann „zurückzuholen“. „Wir mussten meinen Mann kühlen, ich hab dann Kühlbeutel und tiefgefrorenes Gemüse geholt. Auch die Nachbarn haben welches gebracht“, schildert seine Frau die Situation.

Danach wurde das Krankenhaus Mödling angeflogen, um den Patienten weiter versorgen zu können. „Ich hab mit dem Schlimmsten gerechnet, als sie abgehoben haben.“, so die Gattin. Nach kurzem Aufenthalt auf der Intensivstation konnte der Pöttschinger das Krankenhaus bereits nach etwas mehr als zwei Wochen verlassen.

„Es ist am Donnerstag passiert und als ich am Sonntag auf die Station kam, war er ganz der Alte. Er hat nur gefragt, was ich hier mache“, lächelt die Pöttschingerin sichtlich überglücklich. Ihr Mann ergänzt: „Ich habe in einer Operation einen Defibrillator eingesetzt bekommen, damit so etwas nicht wieder passiert.“

Auf die Frage, wie es ihm nun gehe, antwortet er: „Ich fühl‘ mich pudelwohl, es wäre gelogen, wenn ich sage, ich bin pumperlg’sund, aber es geht mir gut. Mir fehlt das Auto fahren und die Gartenarbeit. Naja und das Brustbein und die Rippen spüre ich noch.“ Die verbliebenen „Schäden“ belaufen sich auf eine angeknackste und zwei geprellte Rippen und einen Haarriss im Brustbein. „Das ist normal,“ beruhigt Notfallsanitäter Christoph Frimmel, „wir haben schon in der Ausbildung gelernt, dass bei jeder guten Reanimation mindestens ein bis zwei Rippen brechen“, lächelt er. „So ein Glück muss man einmal haben“, meint der Pöttschinger dazu.