Erstellt am 24. Dezember 2014, 05:53

von Helga Ostermayer

Schattendorf verlangt Reaktion der Behörde. Von der BH wird eine schriftliche Darstellung gefordert, welche Möglichkeiten es zur Eindämmung des Verkehrs gibt.

Antrag. Thomas Plank, Vizebürgermeister Thomas Hoffmann, Bürgermeister Johann Lotter und Dieter Dorfmeister.  |  NOEN, SPÖ Bezirk Mattersburg

Die Marktgemeinde macht gegen den stark zunehmenden Transitverkehr auf der Grenzverbindungsstraße zwischen Schattendorf und Agendorf mobil (die BVZ berichtete bereits wiederholt) und verlangt auch von der Bezirkshauptmannschaft aktiv zu werden. „Die Behörden müssen alle Spielräume nutzen, um den Ausweichverkehr auf dieser Route zu verhindern“, fordert der Schattendorfer SPÖ-Vorsitzende und Vizebürgermeister Thomas Hoffmann.

Nachdem bereits ein eigener Grenz- und Sicherheitsausschuss in der Gemeinde eingerichtet wurde, ein Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft auf Prüfung möglicher Varianten für eine drastische Reduzierung des Pendlerverkehrs und eine gemeinsame Protestaktion aller SPÖ-Ortsorganisationen der Gemeinden Baumgarten, Draßburg, Schattendorf und Loipersbach gestartet wurde, folgte nun ein Antrag der SPÖ im Schattendorfer Gemeinderat für ein generelles Fahrverbot, werktags, von 6.30 bis 8.30 Uhr.

"Haben Allianz mit allen Anrainergemeinden"

Außerdem macht Hoffmann darauf aufmerksam, dass der erste Antrag, der im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, seitens der Bezirkshauptmannschaft noch immer unbeantwortet blieb. „Wir haben deshalb in unserer Resolution die Bezirkshauptmannschaft Mattersburg nochmals dazu aufgefordert schriftlich darzustellen, welche zielführenden Vorschläge und Maßnahmen es gibt, damit wir diesen Pendlerverkehr wieder aus der gesamten Region hinaus bringen.

Auch SPÖ-Bezirksvorsitzender Klubobmann Christian Illedits unterstützt diese Initiative. „Wir haben eine Allianz mit allen Anrainergemeinden – also auch mit Draßburg, Baumgarten und Loipersbach – gebildet, damit es zu einer überregionalen Lösung im Sinne der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität in den betroffenen Ortschaften kommt“, so Illedits, der den betroffenen Gemeinden volle Rückendeckung zusagt.

Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits, der nach Krankenstand und Urlaub am Montag den ersten Tag wieder im Büro verbrachte, sagt: „Mir liegt im Moment noch kein Antrag vor. Wenn es einen solchen gibt, muss dieser erst geprüft werden. Ich kann und darf den Prüfungen nicht vorgreifen.“