Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Schießender Geldbote stammt aus Sigleß. ÜBERFALL /  Ein in Wien arbeitender Geldbote aus Sigleß schoss bei einem Überfall während eines Geldtransportes auf die Täter.

SIGLESS / Bei einem Überfall auf zwei Geldboten in der Nacht auf Freitag der Vorwoche kam es in einem Bankfoyer in Wien zu einem Gerangel, im Zuge dessen ein aus Sigleß stammender Transporteur seine Waffe zog und auf die beiden Täter schoss.

Der 34-jährige Geldbote der Transportfirma Loomis war am Freitag gegen 2.30 Uhr gemeinsam mit seinem Kollegen mit dem Befüllen eines Bankomates in einer Bank-Austria-Filiale in Wien-Favoriten beschäftigt. Zwei maskierte Täter – ein 26-jähriger und 31-jähriger serbischer Staatsbürger – bedrohten die Geldboten mit Schusswaffen.

Es kam zu einem Gerangel, im Zuge dessen der Transporteur aus Sigleß seine Waffe zog und schoss. Der jüngere Verdächtige erlitt laut Polizei einen Steckschuss im Unterarm und wurde noch in unmittelbarer Nähe des Tatorts in der Troststraße gefasst. Der Ältere wurde in den Bauch getroffen und stellte sich drei Stunden nach dem gescheiterten Coup der Polizei.

Angeschossene Täter ins  Krankenhaus eingeliefert

Die beiden Täter wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut Polizeisprecherin Adina Mircioane gaben beide ihre Beteiligung an dem Überfall grundsätzlich zu. „Wer wen zu dem Coup überredet hat, bleibt offen. Sie schieben sich gegenseitig die Idee für die Tat zu“, sagte die Polizeisprecherin. „Beide sagen, dass sie keine weiteren Überfälle begangen haben.“ Das Motiv dürfte Geldnot gewesen sein, Spiel- oder Drogensucht dürfte nicht im Spiel gewesen sein.

Der 34-jährige Geldbote aus Sigleß darf keine Auskünfte zu dem Vorfall geben. Er und sein Mitarbeiter wurden von der Transportfirma beurlaubt. Das Geld, auf das es die Räuber abgesehen hatten, wurde vollständig sichergestellt.