Erstellt am 04. Januar 2012, 00:00

Schweine: Zurück zum Start. MEGA-SCHWEINESTALL / Umweltsenat gibt Einspruch von Lichtenwörths Bürgermeister statt. Somit wird das Projekt von Bauer Karl Tösch zum dritten Mal zurückgestellt.

Sieg in Etappen. Der Chef des Wasserleitungsverbandes Gerhard Zapfl, SPÖ-Klubobmann Christian Illedits, Neufelds Bürgermeister Michael Lampel und Pöttschings Bürgermeister Herbert Gelbmann. FISCHER  |  NOEN
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LICHTENWÖRTH / Beim geplanten Bau einer Anlage zur industriellen Schweinezucht in Lichtenwörth an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze hat der Umweltsenat dem Einspruch des Lichtenwörther Bürgermeisters stattgegeben. Das Projekt geht damit an das Land Niederösterreich zurück, das jetzt über die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung entscheiden muss.

„Das ist ein weiterer Etappenerfolg der SPÖ, der Bürgermeister der Anrainergemeinden und des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland. Unser gemeinsamer Einsatz für den Schutz des Trinkwassers und gegen einen drohenden Umweltskandal zeigt Wirkung“, betont SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Mit der Entscheidung des Umweltsenats ist bereits der dritte Projektanlauf des Betreibers wieder „zurück an den Start“ geschickt worden. „Das Land Niederösterreich muss dem UVP-Gesetz Rechnung tragen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorschreiben“, fordert nun der SPÖ-Klubchef. Die durch die neuerliche Zurückweisung gewonnene Zeit müsse auch für eine Ausweitung des im Sommer verordneten Trinkwasserschongebietes genutzt werden. Die SPÖ werde gemeinsam mit den Bürgermeistern der Region weiter alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten für den Schutz des Trinkwassers ausschöpfen. Bedauerlich sei, dass es bislang keinerlei Unterstützung durch Umweltminister Nikolaus Berlakovich gegeben habe.

Pöttschings Bürgermeister Herbert Gelbmann: „Ich habe nichts gegen die Schweinezucht, verstehe aber nicht, warum der Betrieb gerade auf so sensiblem Gebiet errichtet werden soll.“