Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Sieber kritisiert die Wahl der Straßenbeleuchtung. EFFIZIENT? / Die Grüne-Gemeinderätin möchte auf LED-Technologie umsatteln. SP-Ortschefin verteidigt Energiesparlampen.

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VON KATHARINA TSCHÜRTZ

MATTERSBURG / Die Stadtgemeinde Mattersburg rüstet bei der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen um. Für die Grüne Gemeinderätin Sonja Sieber ist dies zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, jedoch fordert sie die Gemeindevertretung auf, kein Geld in veraltete Technologien zu stecken, sondern bei der öffentlichen Beleuchtung auf LED-Technologie zu setzen.

Die Energiesparlampen haben laut Sieber einige gravierende Nachteile: Sie enthalten Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden, sie geben ein ungewohntes, blaustichiges Licht ab, entwickeln elektrische Felder und geben schädliche UV- und Infrarotstrahlung ab. „In vielen Gemeinden setzt man aus diesem Grund bereits auf LEDs,“ erklärt die Grüne Gemeinderätin und sie führt weiter aus: „Sie haben - gegenüber den Energiesparlampen - viele Vorteile - allen voran eine Stromkostenersparnis von 90 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne.“

Die höheren Anschaffungskosten würden sich laut Sieber aufgrund der hohen Ersparnis innerhalb eines Jahres amortisieren. „Es spricht also viel für die LED-Technologie,“ so Sieber abschließend. „Wir meinen: Besser jetzt etwas mehr Geld investieren und damit gleich die vielversprechendere Technologie wählen.“

SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon begründet die Wahl der Energiesparlampen folgendermaßen „Wir haben beim Stromverbrauch im letzten Jahr Einsparungen gehabt, obwohl wir die Straßen ausgebaut haben. Wir setzen uns auch immer wieder mit den Herstellern und Firmen zusammen, um danach entscheiden zu können, welche Technologie langfristig am sinnvollsten für uns ist. Die Energiesparlampen können wir auch bis 2017 behalten.“ Zu den LED-Lampen meint die Ortschefin: „Wir setzen uns auch mit dem Thema Energiesparen durch LEDs auseinander. Um eine Lichtquelle zu erhalten, die die Leistung einer 40 Watt-Lampe erzeugt, braucht man nachweislich um 30 Prozent mehr LEDs.“