Sigleß

Erstellt am 17. September 2016, 07:31

Hochwasser-Prävention: „Auf gutem Wege“. Eine geplante Mauer für den Hochwasserschutz erhielt keine Mehrheit, es gibt aber auch erste Zusagen von Eigentümern.

Überschwemmt. In Sigleß kommt es bei starken Regenfällen oft zu Überschwemmungen, da von Wiesen viel Wasser in den Edelsbach rinnt.  |  BVZ

Nachdem vergangene Woche Unwetter zu Überschwemmungen in Sigleß geführt hatten, wird mehr denn je über den geplanten Hochwasserschutz diskutiert.

Die bisherigen Verhandlungen zwischen Gemeinde und Anrainern waren dabei eine Berg- und Talfahrt. Zuerst hatte sich eine Mehrheit gegen eine geplante Mauer in der Nähe des Siebenweidenkreises ausgesprochen, unter anderem wegen optischer Bedenken.

Neuer Vorschlag nach Ablehnung

Seitens der Gemeinde hat man daraufhin einen alternativen Entwurf vorgelegt, der derzeit begutachtet wird: Demnach soll die häufig überschwemmte Wiese bei der Hammerzeile entfeuchtet werden und die darunter fließende Quelle in den Bach umgeleitet werden.

So könnte die Wiese zukünftig mehr Wasser in den Erdboden leiten und vor Überschwemmungen schützen, erklärt Bürgermeister Josef Kutrovatz (SPÖ) gegenüber der BVZ. Bereits seit Jahren versucht man landesweit entlang der Wulka Präventionsmaßnahmen zu setzen, aus den damaligen Plänen ist das aktuelle Projekt in Sigleß „erwachsen.“

Erste Fortschritte konnte man dagegen bei den Verhandlungen über die Grundstücke in der Nähe der Schnellstraße erzielen.

Einigung mit Landwirt erzielt

Dort befinden sich etwa 95 Prozent der Fläche im Besitz eines Landwirten — nicht wie in den anderen beiden Fällen in Streubesitz. Mit jenem Eigentümer hat die Gemeinde nun eine Übereinkunft getroffen. Damit ist das Projekt auch für Kutrovatz „auf bestem Wege.“

Demnächst sollen noch mit den Besitzern der übrigen Fläche weiterverhandelt werden, bevor es grünes Licht für das größte der drei geplanten Becken gibt. Seitens der Gemeinde zeigt man sich über die weiteren Verhandlungen durchwegs optimistisch: „Wir hoffen natürlich auf eine baldige Einigung.“

„Wink mit dem Zaunpfahl“

Die jüngsten Überschwemmungen im Ort wurden oft als „Wink mit dem Zaunpfahl“ bezeichnet: Das Richtung Mattersburg gewandte Becken hätte in diesem Fall für Abhilfe gesorgt, meint etwa auch Vize-Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger (SPÖ).

Bei starken Regenfällen rinnt das Wasser von Wiesen bergab in den Edelsbach — dieser tritt dann im Ortsgebiet von Sigleß über die Ufer. „Das geplante Becken hätte das verhindert“, ist sich das Führungsduo einig.