Erstellt am 05. März 2014, 10:25

von Richard Vogler

Sigleßerin sorgt für Wirbel im SP-Parteirat. Sigless / Julia Herr forderte Eugen Freund zum SPÖ-Parteibeitritt auf und wurde von Heinisch-Hosek von der Bühne verwiesen.

Ansage. Julia Herr mit Kritik im SPÖ-Bundesparteirat. Foto: privat  |  NOEN, privat
Von Richard Vogler

Beim Bundesparteirat der SPÖ in der Wiener Hofburg gab es Aufregung um eine Aktion der Jungen SPÖ. Im Mittelpunkt stand der Auftritt von EU-Spitzenkandidat Eugen Freund.

Bei den Ausführungen von Freund gab es noch Beifallskundgebungen von vielen Anwesenden im Saal. Einer der Kritikpunkte der Jungen SPÖ war jener Umstand, dass Freund kein Parteimitglied der SPÖ ist. Diese Linie vertritt auch die Sigleßerin Julia Herr, die als Vertreterin der SJ anwesend war und bei der Podimsudiskussion mitwirkte.

Julia Herr: "Wollte übergroßes Beitrittsformular überreichen"

„Ich wollte Eugen Freund ein übergroßes Beitrittsformular überreichen, wurde jedoch von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek vom Podium verwiesen.“ Die Intention hinter dieser Aktion? „Wenn man als Spitzenkandidat bei der EU-Wahl antritt, sollte man sich auch zur Partei bekennen“, so Herr, auch Obmannstellvertreterin der Mattersburger Bezirks-SJ, und sie kann die Reaktion nicht verstehen: „Prinzipiell sollte man jede Meinung zulassen.“

Freund wurde schlussendlich dennoch das Formular überreicht - nach der Rede von Lucas Tschiderer durfte er Freund das Formular übergeben.

Herr hätte gar kein Rederecht gehabt

„Minister Heinisch-Hosek hat Julia Herr die Möglichkeit gegeben, eine Wortmeldung abzugeben, auch wenn sie vom Statut her kein Rederecht gehabt hätte. Nachdem die Redezeit vorbei war, hat die Bundesministerin sie gebeten, die Bühne zu verlassen und Platz für die nächsten RednerInnen zu machen“, berichtet Katharina Ebhart-Kubicek, Pressesprecherin von Ministerin Heinisch-Hosek.