Mattersburg

Erstellt am 06. Juli 2016, 06:30

von BVZ Redaktion

Skurril: Drogen heim bestellt. An seine Wohnadresse orderte Jugendlicher aus dem Internet Drogen – Lieferung landete aber bei der Polizei.

Kriminell. Drogen über das Internet zu bestellen, boomt unter Jugend.  |  zvg

Der Handel mit Drogen im Internet bzw. im sogenannten Darknet, ein verschlüsselter Teil des Internets, der nur mit bestimmten Browsern zugängig ist, boomt. Jetzt sind die Beamten auch einem jungen Mann aus dem Bezirk auf die Schliche gekommen.

Von Ermittlern der Polizei „abgefangen“

Er soll vor Kurzem Suchtmittel im Internet auf seine Wohnadresse bestellt haben. Die Sendung unbekannter Größe ist allerdings aufgeflogen. Die Lieferung wurde auf dem Weg nach Österreich von Ermittlern der Polizei „abgefangen“. Gerüchten zufolge dürfte das Suchtgift von den Behörden am Flughafen sichergestellt worden sein.

Da sich auf dem Paket der richtige Name des 17-Jährigen sowie seine Heimadresse befand, soll es für die Fahnder ein Leichtes gewesen sein, den jungen Burschen ausfindig zu machen. Der Jugendliche wurde daraufhin in polizeiliche Verwahrungshaft genommen. Untersuchungshaft wurde keine verhängt.

„In den letzten zwei Wochen gab es keine Einlieferung eines Jugendlichen in die Justizanstalt wegen eines Suchtmitteldelikts“, betont Staatsanwaltschaftssprecher Roland Koch.

Von Seiten der Landespolizeidirektion wollte man den Fall weder bestätigen noch dementieren. Nur so viel: „Zu dem Suchtmitteldelikt werden keine näheren Angaben gemacht. Es finden aber Ermittlungen statt“, bestätigt Landespolizeidirektion-Sprecherin Daniele Landauer auf BVZ-Anfrage.

Üblich dürfte diese Vorgehensweise keinesfalls sein. Sie ist bequem und kann vom Schreibtisch aus getätigt werden. Bezahlt wird die angeforderte Ware – meistens wird Cannabis über Darknet bestellt – mit der digitalen Geldeinheit Bitcoin oder Gutscheinen großer Versandhäuser.