Neudörfl

Erstellt am 31. August 2016, 10:50

von BVZ Redaktion

Wolfgang Bußlehner: "Wir bleiben weiter aktiv“. Wolfgang Bußlehner kandidiert 2017 wieder für die FPÖ bei den Gemeinderatswahlen. Obwohl: Neudörfl ist ein schwieriges Pflaster.

Der FPÖ-Mandatar: Wolfgang Bußlehner sitzt für die FPÖ seit 2012 im Gemeinderat.  |  JJ

BVZ: „Hinter vorgehaltener Hand beschweren sich die Leute oft über dieses und jenes. Bekommen Sie auch vieles zugetragen oder wie gehen Sie mit Informationen um?“
Wolfgang Bußlehner: „Ich bin in den Gemeinderat gegangen, weil ich nichts davon halte, mich hinter vorgehaltener Hand über irgendetwas zu beschweren. Wenn mich etwas stört, muss ich das klar sagen und versuchen, es besser zu machen. Hinter vorgehaltener Hand zu reden ist leicht, aktiv etwas zu ändern, viel schwieriger. Natürlich bin ich als Gemeinderat sozusagen immer im Dienst. Wenn ich eine Veranstaltung besuche und jemand kommt auf mich zu und will mit mir reden, nehme ich mir selbstverständlich die Zeit dazu. Wo sollen mich die Leute sonst treffen als beim Heurigen oder bei einer Veranstaltung?“

BVZ: „Neudörfl gilt als Integrationsgemeinde. Sie sind aus dem Waldviertel erst nach Wien und dann nach Neudörfl gezogen. Wie :haben Sie es geschafft, sich hier zu integrieren?“
Wolfgang Bußlehner: „Durch mein Engagement bei diversen Vereinen. Nur so lernt man eine Gemeinde und deren Bewohner wirklich kennen. Ich war auch eine Zeit lang beim Männergesangsverein aktiv. Ursprünglich wollte ich auch zur Feuerwehr gehen, aber ich hatte Bedenken, dass sich das mit meinen Arbeitszeiten in meinem Job nicht ganz ausgeht.“

BVZ: „Sie waren vor Ihrem Engagement für die FPÖ für die ÖVP aktiv. Was ist passiert, dass Sie sich anders entschieden haben?“
Wolfgang Bußlehner: „Das ist eine private Sache, die ist für mich abgeschlossen und über die möchte ich auch nicht reden.“

BVZ: „Die Gemeinderatswahlen stehen vor der Tür. Werden Sie wieder kandidieren?“
Wolfgang Bußlehner: „Ich werde auf jeden Fall wieder für die FPÖ antreten. Zur Zeit herrscht ja für die FPÖ eine recht positive Stimmung, es wäre schön, diese auch in den Wahlkampf mitzunehmen. Doch ich bin da recht realistisch. Gemeinderatswahlen sind Gemeinderatswahlen und unterliegen einer eigenen Dynamik.“

BVZ: „Was heißt das genau?“
Wolfgang Bußlehner: „Die Parteistrukturen der SPÖ sind in Neudörfl noch stark verankert. Für die SPÖ ist es bei der Listenerstellung natürlich leicht, Menschen zu finden, die sich als Kandidaten auf die Liste schreiben lassen. Wir hatten bei den Gemeinderatswahlen 2012 auch 25 Kandidaten auf unserer Liste. Mal schauen, wie viele es nächstes Jahr werden. Auch wenn wir im besten Fall zwei Mandate machen würden: Neudörfl bleibt ein schwieriges Pflaster, unsere politische Arbeit ist das Bohren harter Bretter.“

BVZ: „Was würde die politische Arbeit erleichtern, was wünschen Sie sich von der Gemeindeführung?“
Wolfgang Bußlehner: „Ich würde mir eine bessere und vorurteilsfreiere Kommunikation wünschen, dass Ideen nicht sofort abgeschmettert und archiviert werden, um im Bedarfsfall von der stimmenstärksten Partei wieder aus der Schublade gezaubert zu werden. Eine offenere Kommunikation zwischen allen Parteien würde das politische Klima sehr verbessern und die Mitarbeit an diversen Projekten einfacher machen.“