Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

Sorgt Pyro-Scherz für rauchigen Eklat?. SPASS ODER ERNST? / Bei einer Glühweinaktion der Sozialistischen Jugend (SJ) „rauchte“ es auf einmal ordentlich.

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MATTERSBURG / Mit dem Schrecken kamen einige Jugendliche beim Punschstand der SJ davon: Eine „Rauchbombe“ soll geworfen worden sein.

Der Punschstand der SJ, am 17. Dezember vor dem MEZ veranstaltet, war gut besucht, gegen 20 Uhr dann die Schrecksekunde: Ein „rauchender Gegenstand“ wurde von einem Auto in Richtung Besucher geworfen. Daniel Posch, Obmann der Mattersburger SJ, berichtet: „Wir standen zusammen, als wir eine Rauchentwicklung entdeckten. Wir dachten zunächst, dass die Gasflasche, mit der der Glühwein gekocht wurde, den Rauch verursachte.“ Rasch kursierte das Gerücht über eine Rauchbombe.

SJ-Obmann: „Verletzt wurde  Gott sei Dank niemand“

„Wir hatten einen Riesenschreck, verletzt wurde Gott sei Dank niemand.“ Nach kurzer Aufregung wurde eruiert, dass „ein Auto langsam hinfuhr, jemand das Fenster runterkurbelte und etwas Rauchendes aus dem Auto geschleudert hat“, erläutert Posch.

Der SJ-Chef glaubt auch den Täter zu kennen: „Eine Bekannte hat das Auto erkannt, es waren FPÖ-Mitglieder drinnen.“ Wer die Bekannte und das FPÖ-Mitglied waren, das will Posch nicht sagen.

„Sonst ist doch die SJ für  solche Aktionen bekannt“

„Dass es Mitglieder der FPÖ waren, kann ich mir nicht vorstellen. Sonst sind es doch die SJ-Mitglieder, die für solche Aktionen bekannt sind“, kontert FPÖ-Bezirksobmann Peter Pregl. Der Mattersburger verweist unter anderem auf den Diebstahl der FPÖ-Wahlplakate und auf Mitglieder der Sozialistischen Jugend sowie der Grünen, die in der Vergangenheit immer wieder Veranstaltungen der FPÖ gestört hatten. Pregl richtete seine Worte an SJ-Obmann Daniel Posch: „An seiner Stelle würde ich vorsichtig sein, ohne Beweise jemanden zu beschuldigen. So etwas nennt man im Justizjargon üble Nachrede.“

Anzeige blieb aus, da  nichts passiert war

Zu einer Anzeige kam es nicht. „Wir waren bei der Polizei und haben uns darüber informiert, was man in so einem Fall machen kann“, berichtet Daniel Posch. „Eine Anzeige ging bei uns nicht ein. Es dürfte nicht so schlimm gewesen sein“, heißt es bei der Polizeiinspektion Mattersburg.

Erschreckt. Lukas Lehner, Kilian Brandstätter, Daniel Posch und Julia Herr waren beim Punschstand der SJ.