Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Stadt: Die Volkspartei sackt weiter ab. Wieder ein Mandat weniger / ÖVP nur mehr mit sieben Mandaten. Ebenso Verlust für SPÖ, Gewinne für die Grünen und die FPÖ.

Bei der Stimmabgabe. Michael Ulrich im Wahllokal in der Volksschule.Richard Vogler  |  NOEN
Von Richard Vogler

MATTERSBURG / Die Bezirkshauptstadt folgt dem Trend im Bezirk: Die FPÖ und die Grünen legen an Mandaten zu - ÖVP und SPÖ büßen hingegen Stimmen ein.

Die ÖVP Mattersburg hatte nach 2002 neun Mandate, bei den letzten Wahlen verlor man eines und nun ein weiteres. Ziel von ÖVP-Vize Michael Ulrich war, ein Mandat dazu zu gewinnen und somit drei Stadträte zu stellen. Für ihn ist der Ausgang „schon enttäuschend. Unser Wahlziel, ein Mandat dazu zu gewinnen und somit einen Stadtrat-Sitz mehr inne zu haben, haben wir klar verfehlt. Ingrid Salamon möchte ich zum Erfolg gratulieren.“ Worin erkennt Ulrich die Ursachen des Verlustes? „Dort, wo wir mit den Menschen in Kontakt kommen, haben wir nicht schlecht abgeschnitten in Walbersdorf und der Innenstadt war dies der Fall. Bei den großen Wohnblöcken haben wir verloren.“ Montag tagte die ÖVP-Fraktion in der Martinischenke - Ulrich wird weiter Parteiobmann bleiben.

Trotz des Mandat-Verlustes ist SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon zufrieden. „Diesen Erfolg lasse ich mir nicht zerreden. Wir sind von einem sehr hohen Level ausgegangen und haben noch immer die absolute Mehrheit“, hält die Bürgermeisterin fest.

Das von Parteichef Peter Pregl proklamierte FPÖ-Ziel von vier Mandaten und der damit verbundene Sitz im Stadtrat wurde klar verfehlt - dennoch: „Wir haben ein Top-Ergebnis erreicht. Uns haben nur sechs Stimmen auf ein drittes Mandat gefehlt. Die Grünen haben zwar auch zwei Mandate, wir jedoch viel mehr Stimmen“, so Peter Pregl.

Sonja Sieber (Grüne) erkennt mehrere Faktoren als Gründe für den grünen Zugewinn. „Sicherlich der Bundestrend. Die Leute erkennen, dass wir eine Partei sind, wo es keine Korruption gibt. Wir haben aber auch in der Stadt Mattersburg viele gute neue Kandidaten.“