Erstellt am 27. März 2013, 00:00

Steht der Schilift nun auf der Kippe?. Ratlosigkeit / Der Punkt „Schilift Rosalia“ musste nach einer Diskussion bei der Gemeinderatssitzung wieder vertagt werden.

 |  NOEN
Von Helga Ostermayer

FORCHTENSTEIN / Passt es mit dem Schnee und den Investitionen, so kann der Schilift Rosalia im Winter 2013/14 seinen Betrieb wieder aufnehmen. Unzählige Kinder haben hier ihre ersten Erfahrungen auf zwei Brettln gemacht oder Spaß beim Rodeln erlebt. Die Anlage bietet Familien die Möglichkeit, kurzfristig ein paar Stunden auf der Piste zu verbringen. Es handelt sich hier um einen 200 Meter langen Babylift mit niederer Seilführung. Die Piste liegt am Südhang und wird als leichtes Gelände eingestuft. Vor Kurzem wurde das ehemalige Wutzlhofer-Wirtshaus samt angrenzender Schiwiese an die Unternehmer-Familie Mach aus Hirm verkauft. Der neue Eigentümer, Erwin Mach, hüllte sich über die weitere seinerseitige Verwendung des Lokals sowie die der Schiwiese in Schweigen und verwies auf die Gemeinde. Bei der letzten Forchtensteiner Gemeinderatssitzung stand nun der Punkt „Schilift“ auf der Tagesordnung.

Notwendig war die Diskussion nicht nur wegen des Verkaufes, sondern auch wegen der im Jänner stattgefundenen alljährlichen Prüfung, bei der dem Liftbetreiber für den sicheren Betrieb 19 Punkte, die es bis zur nächsten Saison zu erfüllen gilt, auferlegt wurden. Im Budget sind für den Aufbau von notwendiger Infra-stuktur auf der Rosalia 20.000 Euro vorgesehen - ein Tropfen auf dem heißen Stein für die benötigte Summe. Bürgermeisterin Riki Reismüller sieht die Sache realistisch: „Wenn man einen Schilift hat, brauchen die Menschen dort auch was zu Essen und zu Trinken sowie WC-Anlagen. Es ist aber nicht damit abgetan, den Schilift samt allem was dazugehört wieder auf Vordermann zu bringen.

„Es ist nichts mehr da auf der Rosalia, kein Geschäft und kein Gasthaus. Wir müssen uns bald was einfallen lassen, um die Rosalia zu revitalisieren“, so der ehemalige ÖVP-Vizebürgermeister Josef Hammer. Natürlich möchte die Gemeinde auch im Sommer Gäste zum Wandern und Radfahren auf die Rosalia bringen. Aber der Tenor aus dem Gemeinderat besagt unisono: „Ohne Wirtshaus funktioniert weder ein Schi- noch ein Fremdenverkehrsgebiet, in dem sich Gäste aufhalten wollen.“ Guten Willens wären in diesem Punkt ohnehin alle: Das Familien- und Kinderfestival Burg Forchtenstein Fantastisch würde zur Unterbringung der Infrastruktur auf der Rosalia seine Holzhütten zur Verfügung stellen. ÖVP-Vizebürgermeister Josef Neusteurer fordert von der absoluten SP-Mehrheit, sich Vorschläge für die Revitalisierung der Rosalia einfallen zu lassen.