Erstellt am 29. Juli 2016, 13:19

von Bettina Eder und Anna Schneeberger

Türkei-Chaos: „Halte es wie Minister Kurz“. Türkisch-stämmige Österreicher über die Lage nach dem Putschversuch in der Türkei: „Demos hier bringen niemanden etwas.“

Can Akar macht sich Sorgen um die Familie in der Türkei.  |  zvg

Das Chaos in der Türkei, ausgelöst durch den Putschversuch vor zwei Wochen, lässt auch in Österreich niemanden kalt – vor allem nicht jene, die ihre Wurzeln am Bosporus haben. Einer davon ist Onur Yavuz, der vor allem Fußballinteressierten bekannt sein dürfte. Er besuchte die Fußball HAK Mattersburg und spielte in der Vergangenheit schon beim SV Mattersburg, in Draßburg und in Forchtenstein.

Yavuz, der zugibt vorerst nicht in die Türkei reisen zu wollen, schildert: „Wir haben verstärkt Kontakt zu den Verwandten. Es war zuerst ein richtiger Schock und jetzt herrscht bei den Verwandten hauptsächlich Ratlosigkeit. Niemand weiß, wie es weiter geht – ob es weitere Attentate, Anschläge etc. geben wird.“

Besonders irritieren ihn die Reaktionen im Inland und benachbarten Deutschland: „Demos in der Art und Weise bringen für die Türkei nichts und bauen nur Spannungen auf.“

In dieselbe Kerbe schlägt auch Can Akar aus Walbersdorf, er betont zudem: „Ich stehe voll hinter der Meinung von Außenminister Sebastian Kurz, denn die Menschen sie sich mehr für die Türkische Politik, als die Österreichische interessieren, sollten besser dort wohnen.“