Erstellt am 08. August 2012, 00:00

Straßengebühr kommt vorläufig doch nicht. GRENZÜBERGANG /  Ungarn dürfen laut Gesetz vorerst keine Gebühren einheben. Lotter macht sich für Kontrollen stark.

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VON HELGA OSTERMAYER

SCHATTENDORF / Bis vor kurzem hieß es noch, dass ab 1. September von Autofahrern, die den asphaltierten Güterweg von oder nach Agendorf benützen, auf ungarischer Seite eine Straßenbenützungsgebühr von 34 Cent für die Straßensanierung eingehoben wird (ausgenommen Benützer aus den Anrainergemeinden - die BVZ berichtete). Dieses Vorhaben wurde aber vorläufig wieder fallen gelassen, weil das EU-geförderte Transborder-Projekt erst zur Gänze abgewickelt werden muss und das soll, laut Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter, frühestens 2013 der Fall sein.

Einhebung einer Gebühr  wird erst noch geprüft

Das Recht auf Einhebung eines Straßenerhaltungsbeitrages soll einer Prüfung unterzogen werden, da die Rechtmäßigkeit einer solchen Abgabe von den burgenländischen Partnern angezweifelt wird. Das finanziell angeschlagene Agendorf will zudem noch im August per Flugzettel um freiwillige Spenden für die Sanierung des desolaten Straßenbankettes aufrufen. Bürgermeister Lotter verspricht: „Wir sind auf der Suche nach einer Alternativlösung für einen Grenzübergang außerhalb des Ortes.

Überlegenswert wäre hier der Ausbau der ’Weißen Straße‘ zwischen Baumgarten und Schattendorf.“ Geht es nach dem Bürgermeister, so muss der Verkehrsbelastung durch den ausufernden Grenzverkehr Einhalt geboten werden und dieser sich auf Fußgänger, Radfahrer, Reiter und nur auf Autofahrer aus den Anrainergemeinden beschränken. Lotter setzt sich zudem für mehr Polizeikontrollen ein, um den Lkws und Bussen, die unrechtmäßig den Güterweg benützen und sehr beschädigen, einen Riegel vorzuschieben.

Die Gemeinde Agendorf hat indes zugesagt, die Straßen- und Bankettschäden in den nächsten Wochen zu sanieren.