Erstellt am 29. Mai 2013, 00:00

Streit bei Musikern. Plank contra Hoffmann / Andreas Plank drohte Bezirksverband mit Austritt des Marzer Musikvereins, nun ist er überraschend Bezirksobmann.

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Von Richard Vogler

BEZIRK / Seit vergangener Woche ist Andreas Plank, Obmann des Musikvereins „Frohsinn“ Marz, neuer Bezirksblasmusik-Obmann. Im Vorfeld hatte es einen Streit zwischen Plank und Thomas Hoffmann, Obmann des Musikvereins „Frisch Auf“ Schattendorf, gegeben.

Zur Vorgeschichte: Anfang April gab es eine Generalversammlung, jedoch ohne offizielle Wahl. Was sehr wohl passierte, war eine Art „Abchecken“ möglicher Kandidaten: Dabei erhielt Thomas Hoffmann (Schattendorf) die meisten Stimmen, gefolgt von Andreas Plank (Marz). „Ich wurde damals gebeten, sofort den Obmannposten zu übernehmen, erbat mir aber noch Bedenkzeit“, so der Schattendorfer Hoffmann.

Bei einer Besprechung am 17. April einigte man sich darauf, dass Hoffmann als Obmannkandidat bei der Generalversammlung seinen Wahlvorschlag einbringen sollte.

Zwei Tage später erhielten Landesobmann Alois Loidl, die Obmänner im Bezirk und weitere Musiker von Plank einen offenen Brief per Mail. Darin erklärte Plank, für ihn sei unverständlich, dass Loidl „die Besetzung eines hauptberuflichen Politikers zulässt“ (Anm.: Hoffmann ist SPÖ-Vizebürgermeister und SPÖ-Bezirksgeschäftsführer). Nach Ansicht Planks „will Hoffmann mit dem Amt des Bezirksobmanns lediglich seinen persönlichen Vorteil auf Kosten der Blasmusik ziehen“. Außerdem, so hieß es in dem Mail, überlege der Marzer Musikverein einen Austritt aus dem Bezirksverband.

Hoffmann: „Mir geht es  um den Verband“

Schlussendlich reichte Hoffmann bei der Generalversammlung keinen Vorschlag ein, jener von Plank, der auch der einzige war, wurde angenommen. Hoffmann erklärt seinen Rückzug so: „Ich habe mich nie aufgedrängt. Wenn nicht alle an einem Strang ziehen, ist es nicht sinnvoll, einen Wahlvorschlag einzubringen“, so Hoffmann. Über den offenen Brief wundert er sich: „Anfang April wollte die Mehrheit, dass ich Obmann werde, und bei der Sitzung am 17. April war man sich auch einig darüber. Zwei Tage später kommt dann diese Mail, das ist einfach unverständlich“, so Hoffmann, der weiter ausführt: „Mir geht es nicht um meinen politischen Vorteil, nur um den Blasmusikverband. Klaus Leitgeb wäre mein Obmann-Stellvertreter gewesen. Wie man weiß, war er einige Jahre ÖVP-Vizebürgermeister. Es ist traurig, wenn Leute ohne Handschlagsqualität den Bezirksblasmusikverband repräsentieren.“

Plank blieb auch am Montag dieser Woche bei seiner Haltung: „Ein Politiker als Obmann ist nicht vertretbar.“

Schlagabtausch. Andreas Plank (l.) und Thomas Hoffmann.