Erstellt am 20. April 2016, 05:34

von Bettina Eder

Streit um Information. SPÖ: ÖVP, Grüne und LZM haben kein Interesse an Info und konstruktiver Arbeit. Opposition will keine "Larifari"-Treffen.

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Das Desinteresse der Oppositionsparteien an der Arbeit für Mattersburg wird immer offensichtlicher“, beschwert sich SPÖ-Vizebürgermeister Ottmar Illedits. Dem ist der Kragen geplatzt, nachdem nun die bei der kürzlich stattgefundenen Sitzung „zum wiederholten Male mit Abwesenheit geglänzt hätten.“

Die Sitzungen seien für den zusätzlichen Informationsaustausch und die Optimierung der gemeinsamen Arbeit gedacht. Die Arbeitsverweigerung wird naturgemäß von allen Oppositionsparteien scharf zurückgewiesen. Man verweist unisono auf die Gemeinderatsitzungen, „wo tatsächliche Arbeit geleistet wird und keine ‚Larifari‘-Treffen, die nicht beschlussfähig sind“, meint etwa Listensprecher Peter Pregl.

Gemeinderat sollte das Gremium für Information und Diskussion sein

In dieselbe Kerbe schlägt VP-Chef Michael Ulrich: „Der Gemeinderat sollte das Gremium für Information und Diskussion sein. Leider verweigert sich hier die SPÖ allen Diskussionen.“ Auch Grünen-Sprecherin Sonja Sieber ärgert sich: „Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Erwartungshaltung besteht, dass ‚unangenehme‘ Themen nur im Vierer-Kreis der Fraktionsvorsitzenden besprochen und aus dem Gemeinderat herausgehalten werden sollen. Der Gemeinderats-Tagesordnungspunkt ‚Anfragen‘ hat aber genau jene Funktion, auch Themen, die nicht auf der offiziellen Agenda stehen, aufs Tapet zu bringen.“