Erstellt am 08. Oktober 2013, 10:58

Streit um Turnstunden für die Sonderschule. Sieber contra Bürgermeisterin / Kinder der Sonderschule können den Turnsaal der Mittelschulen nicht benutzen. Ist eine Lösung in Sicht?

Musik statt Sport. Die Sonderschul-Kinder bei der Eröffnung des neuen Schulstandortes im April dieses Jahres.Richard Vogler  |  NOEN, Richard Vogler
Von Richard Vogler

Sieber contra Bürgermeisterin / Im April dieses Jahres wurde der Neubau des Sonderpädagogischen Zentrums um 1,7 Millionen Euro eröffnet. Die besten Voraussetzungen für einen geregelten Schulbetrieb also, könnte man meinen. Dem ist jedoch nicht so - laut Direktorin Sonja Sieber kann man jedoch den Lehrplan nicht erfüllen.

Keine Mitbenutzung des NMS-Turnsaals möglich

Im Konkreten scheitert es an der Umsetzung der Turnstunden für die Sonderschüler. Als die Sonderschule noch ihre Räumlichkeiten bei der HAK hatte, wurden im HAK-Turnsaal die Turnstunden abgehalten. Mit dem Umzug vergangenes Schuljahr in das neue Gebäude, das sich bei der Neuen Mittelschule befindet, änderte sich jedoch die Situation, es war nicht möglich, den Turnsaal der Neuen Mittelschule zu benutzen.

Nun ist das erste Monat des neuen Schuljahres vorüber und die Sonderschule kann noch immer nicht den Turnsaal der ehemaligen Hauptschule benutzen. Dieses Thema brachte Sonderschul-Direktorin Sonja Sieber bei der Gemeinderatssitzung unter dem Punkt „Allfälliges“ zur Sprache. Bürgermeisterin Ingrid Salamon verwies zunächst auf den Bewegungsraum in der Sonderschule.

„Jeder von uns kennt den Gymnastik-Raum. Ich verstehe nicht, dass acht Kinder in diesen Räumlichkeiten keinen Platz finden“, so Salamon.

Lösung des Problems möglicherweise in Sicht

Sieber entgegnete, dass „es im Bewegungsraum keine Gerätschaften, keinen Balken oder eine Sprossenwand gibt. Wir können so unseren Lehrplan nicht erfüllen. Ich verstehe nicht, dass so was bei einer Bundesschule geht und bei einer Gemeindeschule nicht möglich ist.“ (Anm.: Die HAK wird vom Bund, die Mittelschule von der Gemeinde betrieben). Die Bürgermeisterin verwies bei der Gemeinderatssitzung auf ein „Zeitproblem. Die Halle ist fast ausgelastet und die Stunden der Berufsschule sind noch offen.“

Nun könnte es doch eine Lösung für dieses Problem geben. „Sieber war bei der Planung der Sonderschule dabei und hat nicht gesagt, dass sie solche Gerätschaften braucht. Es wäre sinnvoll, dass die Kinder in der eigenen Schule alles Nötige vorfinden. Wenn es so ist, dass der Lehrplan nicht erfüllt werden kann, so könnten auch die benötigten Geräte eventuell im Bewegungsraum Platz finden. Das muss aber erst überprüft werden“, berichtet Bürgermeisterin Salamon.