Erstellt am 08. August 2012, 00:00

Suche nach Lösung für Platzproblem. KINDERGARTEN / Um Platz für eine dritte Gruppe zu schaffen soll ab 2013 am bestehenden Gebäude dazugebaut werden.

Baumgartens Bürgermeister Kurt Fischer, Kindergartenleiterin Ilse Steindorfer und Draßburgs Bürgermeister Rudolf Ivancsits präsentierten den Eltern der Kindergartenkinder ihr Vorhaben.TSCHÜRTZ  |  NOEN
x  |  NOEN

VON KATHARINA TSCHÜRTZ

DRASSBURG/BAUMGARTEN / Die beiden Gemeinden Draßburg und Baumgarten können sich über ein Bevölkerungswachstum freuen. Es gibt auch mehr Kinder, wodurch im Kindergarten Draßburg-Baumgarten die Schaffung einer dritten Gruppe von Nöten ist, für die es derzeit aber noch keinen Platz gibt.

Am Donnerstag luden die beiden Bürgermeister von Draßburg und Baumgarten, Rudolf Ivancsits und Kurt Fischer gemeinsam mit Ilse Steindorfer, der Leiterin des Kindergartens Draßburg-Baumgarten, zum Elternabend, um die betroffenen Eltern zu informieren und eine mögliche Lösung für das Platzproblem zu präsentieren. Die beiden Gemeinden führten im Vorfeld eine Erhebung für den Kinderbetreuungsbedarf in den nächsten vier Jahren durch. Mit Vertretern des Landes wurde bereits eine Begehung des Kindergartens durchgeführt. „Wir haben schnell den Entschluss gefasst: Wir müssen ausbauen“, so Rudolf Ivancsits.

Als eine mögliche Lösung für das Platzproblem ist die Installation der dritten Gruppe im aktuellen Bewegungsraum angedacht und ein Zubau an das bestehende Gebäude. Die Kinder sollen sich in der Übergangszeit vermehr im Freien bewegen.

Als temporäre Lösung wurde das Aufstellen von Containern vorgeschlagen. Dies stieß jedoch auf wenig Anklang. „Wir hätten 40 bis 50.000 Euro für die notwenigen Vorbereitungen investieren müssen. Dieses Geld wollen wir besser nutzen“, so Draßburgs Ortschef. Auch Ilse Steindorfer ist gegen die Containerlösung: „Pädagogisch gesehen wäre dies unsinnig. Die Kinder wären extra und hätten den Eindruck, sie gehören nicht dazu.“ Auch das Ausweichen in den Turnsaal der benachbarten Volksschule ist für die Kindergartenleiterin nicht denkbar. „Die Geräte sind für kleine Kinder nicht konzipiert. Ich will nicht die Verantwortung dafür tragen, wenn etwas passiert“, so Ilse Steindorfer.

Die weitere Vorgehensweise: Ein Architekt wurde beauftragt Pläne zu präsentieren. Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung getroffen werden. Eine Kostenschätzung soll bereits vor Weihnachten vorliegen. Der Baustart soll im Frühjahr erfolgen.

Neben dem Ausbau, ist auch die Sanierung des Kindergartens vorgesehen. „Der Zubau ist zunächst vorrangig und soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. In beiden Fällen gilt jedoch die Prämisse, dass der Betrieb nicht beeinträchtigt wird.“