Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Terror-Anschlag fordert auch ein Opfer aus Hirm. TRAGÖDIE / Die 49-jährige Heidemarie Wallner ist unter den Opfern des Anschlags auf den Moskauer Flughafen Domodedowo.

 |  NOEN, YURI KOCHETKOV (EPA)

HIRM / Unter den 35 Menschen, die beim Terror-Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo ums Leben kamen, befinden sich auch zwei Österreicher. Eine davon ist die Hirmerin Heidemarie Wallner, die vor rund 20 Jahren nach Wien zog, ihrer Familie und ihrer Heimat aber an jedem Wochenende einen Besuch abstattete.

Die Single-Frau kümmerte sich an diesen Tagen vor allem um ihren Vater. „Die beiden hatten eine besonders liebevolle Verbindung zueinander“, stellt Ortschefin Inge Posch-Gruska fest. Wallner hatte noch zwei Brüder, die in Hirm beziehungsweise in Schattendorf leben.

Das Begräbnis findet  am 4. Februar statt

In Hirm herrschte nach der Schreckensmeldung große Betroffenheit. Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska bestätigte, dass die sterblichen Überreste von Heidemarie Wallner bereits am vergangenen Freitag in Schwechat angekommen waren. Am kommenden Freitag, dem 4. Februar, ist um 15 Uhr das Begräbnis am Friedhof in Hirm anberaumt.

Besonders tragisch ist die Situation für den 84-jährigen Vater Hans Wallner. Vor sieben Jahren verlor er bereits seine Gattin. Nun muss er zusehen, wie seine Tochter zu Grabe getragen wird. „Ich wollte ihn schon besuchen“, schildert Posch-Gruska. „Doch Hand aufs Herz: Ich habe mich schließlich nicht getraut, denn mir fehlten einfach die Worte.“

Ihren Informationen zufolge wurde Hans Wallner am Montag in das Landeskrankenhaus Eisenstadt eingeliefert. Von einer Lungenentzündung sowie von einem Zusammenbruch durch allgemeine Erschöpfung ist die Rede.

Heidemarie Wallner wohnte in Wien und war bei der „Deutschen“ Bank als Prokuristin beschäftigt. Diesen vertrauenswürdigen Job übte sie mit vollster Zufriedenheit aus.

„Sie war eine sehr  freundliche Frau“

In der Dorfgemeinschaft war sie ein gern gesehener Gast. „Heidemarie Wallner war zwar bei keinem Hirmer Verein tätig, doch an den Wochenenden stets ein gern gesehener Gast bei den diversen Veranstaltungen“, weiß Inge Posch-Gruska.

„Sie war eine sehr hilfsbereite und freundliche Frau. Durch ihren Tod ist in viele Hirmer Wohnzimmer dieses schreckliche Verbrechen von Moskau eingekehrt.“

Von den russischen Behörden gibt es bislang immer noch keine offiziellen Angaben über die Hintergründe des Attentats und den Ermittlungsstand.