Mattersburg

Erstellt am 24. Juli 2016, 20:52

von Bernhard Fenz

0:1 der unglücklichen Sorte. Der SV Mattersburg musste sich zum Auftakt gegen die Admira knapp geschlagen geben.

Die Südstädter wurden (nach zwei Auswärtssiegen in der vergangenen Saison) ihrem Ruf als Angstgegner der Burgenländer gerecht, benötigten für die drei Punkte aber jede Menge Glück.

MATTERSBURG – ADMIRA 0:1. Neue Saison, neuer Rasen (mit Heizung), neues Glück: Der SV Mattersburg wollte zum Auftakt gut in die Punktejagd starten – und fand die passenden Gelegenheiten dazu gleich vor. Erst bediente Jano den völlig freistehenden Patrick Bürger per Freistoß, dieser schickte den Kopfball-Aufsitzer aber direkt zu Admiras Goalie Jörg Siebenhandl. Das war nach vier Minuten, weitere sieben Minuten später hatte dann Kapitän Patrick Farkas die Führung am Fuß, als er von Manuel Seidl per Querpass bedient wurde, aber an Siebenhandl vorbei nur neben das Tor traf.

Admira? Die Südstädter agierten abwartend, schlugen dann aber eiskalt zu. Lediglich ein Pass war nötig, den Rest erledigte Christoph Knasmüllner. Die Nummer acht der Admira konnte Richtung Sechzehner laufen, Gegner Jano verteidigte nicht konsequent genug, und bezwang SVM-Schlussmann Markus Kuster mit einem flachen Schuss via Innenstange. In der Folge hatte Dominik Starkl sogar das 0:2 am Fuß, er donnerte die Hereingabe aus aussichtsreicher Position aber über die Latte.    

Beste Mattersburger Phase kurz vor der Pause

Dann aber wurden die Grün-Weißen offensiv wieder so konkret wie ganz zu Beginn – einzig die Chancenverwertung war mangelhaft. Da bediente etwa Sven Sprangler Bürger mit einer feinen Vorlage, der Bad Tatzmannsdorfer scheiterte aber an Siebenhandl – nicht zuletzt deshalb, weil der Abschluss zu harmlos war. Und schließlich kam auch noch Pech dazu. Minute 39: Thorsten Röcher nahm sich (bedrängterweise) aus gut 20 Metern ein Herz, traf aber nur die Innenstange, von wo aus der Ball wieder ins Feld zurücksprang. Es war die beste Mattersburger Phase vor der Pause, in der die Gastgeber die Niederösterreicher auch tief in ihre eigene Hälfte drücken konnten.

Riesenpech des SVM bei zwei Topchancen

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber weiter ihr Glück in der Offensive, die ganz großen Chancen blieben aber aus, bis es innerhalb von nur vier Minuten richtig brenzlig wurde für die Admira.

68. Minute: Freistoß durch Manuel Seidl, Siebenhandl konnte den Ball nicht festhalten, Alex Ibser brachte den Abpraller aus kürzester Entfernung aber nicht im Tor unter, sondern schoss Siebenhandl an, von dem weg der Ball auf das Knie von Pink und schließlich wieder in die Hände des Schlussmanns flog – eine unfassbare Pechkette für den SVM. Und es sollte dabei bleiben…

72. Minute: Markus Pink setzte sich nach einer Flanke ganz hervorragend durch, sein wuchtiger und unhaltbarer Kopfball prallte aber vom Lattenkreuz zurück ins Feld.

Und weil die Burgenländer am Schluss nicht mehr entscheidend zusetzen konnten, brachten die Niederösterreicher die glücklichen Punkte über die Runden. Weiter geht es für den SVM nun am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel bei der Austria.

Stimmen zum Spiel

SVM-Stürmer Patrick Bürger: „Wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt, aber eben die Chancen nicht verwertet – auch ich nicht. Trotzdem können wir auf der Leistung aufbauen. Wenn jeder 100 Prozent gibt, wird es jeder Gegner gegen uns schwer haben.“

Admira-Goalie Jörg Siebenhandl: „Vor der Pause haben wir wenig zugelassen, danach war es schon schwerer. Zum Glück haben wir den Sieg noch drübergebracht.“

SVM-Kapitän Patrick Farkas: „Das ist im Fußball eben so. Wenn man die Tore nicht macht, kann man kein Spiel gewinnen. Chancen waren da, sogar die eine oder andere hundertprozentige Möglichkeit.“

Admira-Kapitän Daniel Toth: „Unsere kämpferische Leistung war gut. Man muss aber auch dazusagen, dass Mattersburg zwei, drei hochkarätige Chancen hatte und der Sieg deshalb auch ein wenig glücklich war.“

Mattersburg-Trainer Ivo Vastic: „Die Mannschaft hat eine tolle Leistung gezeigt, wir waren über die gesamte Spielzeit überlegen. Wenn wir diese Sitzer aber nicht machen, ist es bitter.“

Admira-Trainer Oliver Lederer: „Wir waren heute sehr effizient, Mattersburg hat das Quäntchen Glück gefehlt, deshalb gehen wir als leicht glücklicher Sieger vom Platz.“

MATTERSBURG – ADMIRA 0:1 (0:1).- Tor: 0:1 (19.) Knasmüllner.

Gelb: Malic (62., Foul), Sprangler (76., Foul); Toth (49., Foul), Wostry (56., Foul), Siebenhandl (93., Unsportlichkeit).

SR: Weinberger.- Pappelstadion, 3.100.

Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Rath, Novak; Jano; Höller (60. Ibser), Seidl, Sprangler (76. Grgic), Röcher; Bürger (60. Pink).

Admira: Siebenhandl; Zwierschitz, Strauss, Wostry, Ebner; Sax (63. Ayyildiz), Toth, Lackner, Bajrami, Knasmüllner (67. Blutsch), Starkl (87. Schmidt).