Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

TOP-THEMA. TRIATHLON / Der Pöttschinger Gerhard Kern schaffte in St. Pölten die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Halb-Ironman.

VON MICHAEL WELLER

Eigentlich hätte der Ironman 70.3 in St. Pölten für Gerhard Kern nur ein Vorbereitungswettkampf sein sollen. Der Pöttschinger wollte seine Form für sein großes Saisonhighlight, den Kärntner Ironman Anfang Juli testen – und plötzlich wurde eine Fahrkarte zu den Weltmeisterschaften daraus.

Der Ausdauersportler konnte in St. Pölten mit einer Zeit von 5:16 Stunden (38:50 Minuten für 1,9 Kilometer Schwimmen, 2:43 Stunden für 90 Kilometer Radfahren und 1:45 Stunden für 21,1 Kilometer Laufen) die Kategorie M55 für sich entscheiden. Mit dem Sieg verbunden war ein Startplatz bei der Weltmeisterschaft im Ironman über die Halbdistanz in Las Vegas.

„Bin einfach stolz, bei einer  WM dabei sein zu dürfen“

„Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet“, war Kern selbst von seinem Erfolg überrascht. „Ich lag während des gesamten Wettkampfes immer knapp neben meinem Vereinskollegen Rudi Knotzer vom Triteam Pöttsching. Erst ganz zum Schluss konnte ich mich ein wenig absetzen und den Vorsprung ins Ziel retten. Das Ergebnis war eine Bestätigung, dass mein momentaner Trainingsaufbau passt.“

Dabei war es nicht einmal seine persönliche Bestzeit, die Gerhard Kern das Ticket in die Vereinigten Staaten einbrachte. „Mein Rekord liegt bei 5:01 Stunden aber die Bedingungen in St. Pölten waren nicht optimal. Einerseits war es extrem heiß, andererseits wehte ein kräftiger Wind auf der Radstrecke. Das hat die Sache natürlich extrem erschwert.“

Für Las Vegas hat sich der Pöttschinger nur eines vorgenommen: „Ich will mit Freude und Spaß dabei sein. Natürlich will ich mich auch gut präsentieren, aber die Platzierung ist mir eigentlich egal. Ich habe schon mit der Teilnahme mein persönliches Highlight erreicht.“