Erstellt am 11. Februar 2015, 09:37

von Michael Kremser

Wilderer unterwegs. Vergangene Woche wurde der enthauptete Kadaver eines Rehs im Jagdrevier Sigleß gefunden - bereits vor einigen Wochen wurde ein ähnlicher Vorfall aus Forchtenstein gemeldet.

Zur Zeit sind im Burgenland Wilderer äußerst aktiv unterwegs - die Ermittlungen der Behörden gestalten sich schwierig.  |  NOEN, Symbolfoto/Shutterstock

In der Vorwoche wurde der Leichnam eines Rehs mit abgetrenntem Kopf im Gemeindegebiet von Sigleß gefunden. Bei dem Tier handelte es sich laut Polizei um ein circa einjähriges Kitz.

Bereits vor einigen Wochen wurde der enthauptete Kadaver eines Niederwildes in den Wäldern der Rosalia gefunden. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, kann man leider nicht sagen. Die Polizei geht aber in beiden Fällen davon aus, dass es das Werk eines oder mehrerer Wilderer sei.

„Die Ermittlungen gestalten sich als äußerst schwierig, da wir den oder die Täter auf frischer Tat ertappen müssten, was bei der Größe der Jagdreviere nur schwer möglich ist“, heißt es aus dem Bezirkspolizeikommando.

Keine Einzelfälle im Burgenland

Auch in den Bezirken Eisenstadt-Umgebung, Neusiedl am See und aus dem Landessüden hört man in den letzten paar Wochen von Fällen von Wilderei, bei denen den Tieren ebenfalls das Haupt abgetrennt wurde - die BVZ berichtete:

Seit 31. Dezember herrscht Schonzeit für Rotwild, die Tiere dürfen somit nicht geschossen werden – was die Beteiligung eines Jägers ausschließen lässt, berichtet die Bezirksjägerschaft.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen in den einzelnen Bezirken besteht, kann man aus dem Landeskriminalamt derzeit nicht sagen, aber eine entsprechende Anzeige an die Staatsanwaltschaft werde gerade vorbereitet.