Erstellt am 08. Juli 2015, 10:32

von Michael Kremser

Gemeinsame Region. Die Gemeinden im Bezirk arbeiten in Zukunft fremdenverkehrstechnisch gemeinsam als "Region Rosalia" zusammen.

Der Tourismusverband »Region Rosalia« möchte vor allem mit der vielschichtigen Natur im Gebiet punkten.  |  NOEN, zVg

Vergangenes Jahr wurde von der Burgenländischen Landesregierung – damals bestehend aus SPÖ und ÖVP – das neue Tourismusgesetz 2014 beschlossen, welches mit 1. Jänner 2015 in Kraft trat. Einer der Kernpunkte darin war, dass sich örtliche Tourismusverbände zusammenschließen sollen. Zuvor war die Situation so geregelt, dass jede Gemeinde einen eigenen Tourismusverband führen konnte – viele taten dies auch und so flossen oft Förderungen, die eigentlich für den Fremdenverkehrsbereich gedacht waren, in weit weniger touristische Projekte.

Das neue Tourismusgesetz sieht nun vor, dass es künftig nur noch zwei Institutionen gibt, die sich um das Fremdenverkehrswesen im Burgenland kümmern, nämlich der Burgenländische Tourismusverband, sowie Regionalverbände. Vorteil der Regionalverbände: Ansuchen und Erhalt von Förderungen für Projekte von Seiten des Landes sollen nun vereinfacht werden, und das Geld da ankommen, wo es wirklich sinnvoll eingesetzt wird.

Diese Regionalverbände sind als Zusammenschlüsse aus Gemeinden gedacht – insgesamt muss jedoch eine durchschnittliche Nächtigungszahl im Wirkungsbereich des zukünftigen Tourismusverbandes von 50.000 Besuchern gegeben seien, so das betreffende Gebiet eine natur- beziehungsweise kulturräumliche Einheit bildet. Der in diesem Jahr neu gegründete Regionalverband „Tourismus Region Rosalia“ erfüllt dieses Kriterium.

18 von 19 Gemeinden als Verbandsmitglieder  

Neu an diesem Zusammenschluss: Bis zur Gesetzesänderung verfügte nicht jede Gemeinde im Bezirk Mattersburg über einen eigenständigen Tourismusverband, nun schlossen sich 18 der 19 Gemeinden des Bezirkes gemeinsam zum Regionalverband zusammen – die Kurgemeinde Bad Sauerbrunn, fällt nicht unter das Tourismusgesetz, hier gilt das Burgenländische Heilvorkommen- und Kurortegesetz, somit darf sie den eigenständigen Verband „Tourismus Bad Sauerbrunn“ weiterführen.

„Wir arbeiten aber eng mit der Kurgemeinde zusammen“, berichtet der Mattersburger Tourismuschef Alfred Bandat. Bis Ende des Jahres haben die örtlichen Vereine noch Zeit sich aufzulösen und sich einem Regionalverband anzuschließen. „Die Bezirksgemeinden, die bislang keinen örtlichen Verband führten, haben bereits bei den zuständigen Behörden um Eingliederung in den Verband Region Rosalia angesucht, bis Ende des Jahres wird der Bezirk somit geschlossen auftreten“, so Bandat weiter. Hauptaugenmerk möchte der Verband, neben der Kuranstalt Bad Sauerbrunn vor allem auf den Naturpark Kogelberg, der mit etlichen Freizeitaktivitäten lockt, und die Genussregion Rosalia – Stichwort: „Vinum Rosalia“ – legen.