Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Trainingsplatz vom Erdrutsch bedroht. MISERE / Der Übungsplatz des Baumgartner Sportvereins droht abzurutschen. Erste Verhandlung vor Gericht wurde vertagt.

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VON KATHARINA TSCHÜRTZ

BAUMGARTEN / In den letzten Wochen kam es beim Trainingsplatz des ASK Baumgarten zu massiven Erdbewegungen. Der Platz, der von den Spielern zum Trainieren genutzt wird, droht nun wegzurutschen.

Nachdem am Sportplatz in Baumgarten im Jahr 2000 die Umkleidekabinen komplett abgebrannt waren, entschloss sich der Sportverein zum Neubau sowohl der Sportplatzkabinen als auch der Tribüne, die 2002 fertig wurden. Hinter dem Neubau entstand zudem auf einem Hang ein Trainingsplatz, bei dem die Landesregierung Bodenerkundungen durchgeführt hat. „Anfangs hatten wir damit ein großes Problem. Die Kabinen war zwar stabil, aber die Böschung dahinter haben wir mit entsprechenden Maßnahmen abgesichert“, so Vereinsobmann Stefan Hausmann. Der Trainingsplatz wurde in Zusammenarbeit mit Fachleuten angelegt. Für den Übungsplatz wurden Anschüttungen bei der Naturböschung vorgenommen. Jedoch rieselte der Erdboden leicht ab. „Uns war klar, wir müssen etwas dagegen unternehmen“, so Hausmann. Gemeinsam mit einem Experten wurde im Mai 2009 ein Konzept entwickelt. Mittels schüttungsgeeignetem Material wurde versucht, das Abrieseln aufzuhalten. Nur zwei bis drei Wochen später rutschte erneut Erdmaterial ab.

Platz wurde angeblich  laut Vorschrift angelegt

Der Sportverein setzte sich daraufhin mit dem damaligen Geotechniker zusammen um eine Einigung zu erzielen. „Er meinte, er könnte dafür nicht die Verantwortung tragen“, verrät der Vereinsobmann. Der Platz wurde laut Sportverein so gemacht wie es vom Geologen vorgeschrieben worden war der Bau wurde auch von ihm begleitet. Der Auftrag der „Böschungssicherung“ wurde nach der Ansicht des ASK Baumgarten nicht erfüllt. Da es bei dem Gespräch zu keiner Einigung zwischen dem Verein und dem beauftragten Geologen kam, ging man am Montag vor Gericht. „Aufgrund der vorliegenden Sachlage ist der Fall vertagt worden“, so Stefan Hausmann über die erste Verhandlungsrunde am Montag im Gespräch mit der BVZ.

Der entstandene Schaden beläuft sich mittlerweile auf bis zu eine Summe von 100.000 Euro. Der Verein ist nicht in der Lage für diesen Betrag alleine aufzukommen. Derzeit sind jedoch Sicherungsmaßnahmen geplant. Der Übungsplatz kann derzeit nur zum Teil genutzt werden. „Zu dem laufenden Verfahren möchte ich derzeit keine Stellungnahme abgeben“, so der betroffene Geologe.