Erstellt am 17. April 2011, 12:36

Treffen der Blaulicht-Oldtimer. Für Hobbyfotografen und Liebhaber von Oldtimern mit Blaulicht empfiehlt sich demnächst ein Besuch im burgenländischen Kurort Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg). Auf Einladung der Feuerwehr kommt es dort am 30. April zu einem Treffen historischer Blaulichtfahrzeuge aus dem Burgenland, Wien und Niederösterreich.

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Rund 30 ein- und zweispurige Gefährte der Einsatzorganisationen aus der Zeit ab 1877 sind ab dem späten Vormittag rund um das Gerätehaus der Feuerwehr zu besichtigen, so Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Roland Posch zur APA. Die Schau beginnt um 10.00 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge, schilderte Posch. Das älteste gezeigte Stück - eine "Rettungskutsche" aus dem Jahr 1877 - wurde noch von Pferden gezogen. In der Kutsche, die das Rote Kreuz Niederösterreich für das Treffen zur Verfügung stellt, befanden sich ein Bett und eine Trage. Mit dem Transport war ein Sanitäter unterwegs, am Kutschbock saß auch ein Hornist.

Das historische Gefährt wird mit einem Tieflader nach Bad Sauerbrunn gebracht. Besucher der Veranstaltung können auch einen direkten Vergleich zwischen einst und heute ziehen: Neben der Kutsche wird ein moderner Notarztwagen präsentiert. Auch eine Holzleiter als Vorgängerin von Drehleiter und Hubsteiger wird gezeigt.

Eine gehörige Portion Muskelkraft war beim Bedienen einer Handspritze gefragt, mit der die Feuerwehr Lichtenwörth an der Veranstaltung teilnimmt. Mit glühenden Kohlen wurde hingegen ein anderes Löschgerät betrieben: "Die Berufsfeuerwehr Wien zeigt, wie eine Dampfspritze funktioniert", erzählte Posch.

Eine Zusage zur Teilnahme mit einem offenen Mannschaftstransportwagen gebe es bereits von der Feuerwehr Bad Vöslau. Aus Mattersburg wird der älteste Tankwagen des Burgenlandes erwartet. Zu sehen sind unter anderem ein Gendarmerie-Haflinger, Pinzgauer und "Opel Blitz"-Modelle sowie ein Jeep der Feuerwehr Schattendorf. Einige Teilnehmer schlüpfen auch in historische Uniformen.

Doch nicht nur zweispurig war man früher mit Blaulicht unterwegs: Auch Motorräder von der Feuerwehr Wiener Neustadt, der Militärstreife aus Niederösterreich und der Gendarmerie werden gezeigt. Mit der Gendarmerie-Puch fährt Posch selbst. Sie bringt es auf 110 Stundenkilometer. Noch etwas schneller geht es, hält man sich an die in den Papieren vermerkte Herstellerangabe: "Höchstgeschwindigkeit 121 km/h liegend am Tank."

Um 13.00 Uhr steht eine gemeinsame Ausfahrt zum Feuerwehrmuseum ins niederösterreichische Frohsdorf am Programm. Nach der Rückkehr nach Bad Sauerbrunn beginnt um 16.00 eine Gerätevorführung. Dabei kommen auch die alten Spritzen zum Einsatz. Anmeldungen für die Veranstaltung habe er bis jetzt 31, so Posch: "Ich hoffe, dass das Wetter passt."