Erstellt am 28. Mai 2014, 08:45

von Helga Ostermayer

Überflutungen: Welle der Hilfsbereitschaft. Zwei Hilfstransporte / Die Serben, Bosnier und Kroaten im Bezirk riefen zur Spendenaktion für ihre betroffenen Landsleute auf.

Treffpunkt Forstinger-Parkplatz. Mit mehreren Fahrzeugen fuhren die Fahrer in die betreffenden Gebiete, um die gespendeten Hilfsgüter direkt vor Ort an die Menschen aufzuteilen.  |  NOEN, privat

In der vorvergangenen Woche waren die Überflutungen in Teilen von Serbien und Bosnien ganz besonders arg. Deshalb machte sich eine Gruppe von Serben, Bosnieren und Kroaten – alle im Bezirk wohnhaft – auf, um den Menschen mit gesammelten Gütern zu helfen.

„Wir haben kurzfristig einen Spendenaufruf – auch via Facebook – gestartet, in dem wir um Sachspenden wie Nahrungsmittel in Konserven, Toilettartikel, Kleidung, Schuhe und Geldspenden gebeten haben“, erzählt der 28-Jährige Sladjan Pavlovic, einer der Organisatoren neben Enver Memic und Dejan Popadic.

„Wir haben uns in der Gustav Degen-Gasse getroffen, wo schon ein Anhänger stand, auf den die Waren aufgeladen wurden“, so Pavlovic.

Unterwegs in Hochwasserregionen

Fünf Fahrer starteten in die überfluteten Gebiete, um die Hilfsgüter – auch von den gesammelten 2.000 Euro wurden vor Ort Hilfsgüter gekauft – an die Bedürftigen in den Hochwasserregionen zu verteilen. „Die Menschen, die wir erreicht haben, waren natürlich sehr dankbar für unsere Hilfe, weil sie viel verloren haben“, so Pavlovic, der hier nicht nur den Spendern, sondern auch den drei Unternehmen – GH Scheiber in Marz, Del Capo Café Lounge in Mattersburg und Cash Point Mattersburg – die die Spenden entgegengenommen und bis zur Abfahrt gelagert haben, Dank aussprechen möchte.

Eine zweite Hilfsaktion kam am vergangenen Freitag zustande. Hier trafen sich Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien am Parkplatz beim Forstinger in Mattersburg, um Hilfsgüter für Bosnien, Serbien und Kroatien zu sammeln. Mit mehreren Fahrzeugen fuhren sie in die betroffenen Gebiete, um die gespendeten Hilfsgüter direkt vor Ort an die Menschen aufzuteilen.

Die Spendenbereitschaft war auch hier überwältigend groß und die Fahrer machten sich Sorgen, nicht alle Waren mitnehmen zu können, da nicht viele Fahrzeuge zur Verfügung standen. Doch alle Spenden konnten schlussendlich verladen und in die Krisenregion transportiert werden.

Das Bezirksfeuerwehrkommando Mattersburg unterstützte diesen Aufruf mit einer Mitteilung auf der Facebookseite des Bezirksfeuerwehrkommandos.