Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Umbruch bei der SPÖ. GEMEINDERATSWAHLEN / Die SPÖ fixierte ihre Liste. Sechs der 13 SPÖ-Mandatare werden am 7. Oktober nicht mehr antreten.

Die Kandidaten der SPÖ. Barbara Aigner, Armin Eitzenberger, Martin Giefing, Waltraud Sgarz, Gerhard Moser, Bürgermeister Dieter Posch, Christoph Fink, Michael Sgarz, Gerhard Kiraly, Herbert Saurer, Gabriele Aigner-Tax, Abdullah Acar, Helga Stöger, Luzia Eitzenberger, Edith Kern-Riegler und Berthold Farkas (v.l.) .HELGA OSTERMAYER  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

NEUDÖRFL / In Neudörfl stellte die SPÖ als erste Fraktion die Weichen für die Gemeinderatswahlen und es steht ein Umbruch am Programm: Sechs der 13 im Gemeinderat vertretenen SPÖ-Mandatare werden nicht mehr zur Verfügung stehen. Bereits vor einiger Zeit wurde parteiintern eine Reihung erstellt, diese wurde vergangenen Freitag im Rahmen des offenen Parteitags präsentiert. Dabei konnten nicht nur Parteimitglieder, sondern auch jeder andere Neudörfler seine Stimme abgeben. „Die Liste war von langer Hand mit intensiven Gesprächen mit den einzelnen Kandidaten vorbereitet worden“, erläutert SPÖ-Bürgermeister Dieter Posch, der als Spitzenkandidat wieder ins Rennen gehen wird. Nach der Auszählung der Stimmen – der Wahlmodus ähnelte jenem der Gemeinderatswahlen mit Vorzugsstimmen – wurden jene Personen, die sich an wählbarer Stelle befinden, bestätigt.

Die „offizielle Absegnung der Reihung fehlt noch“ - diese ist jedoch nur mehr Formalsache: Am Montag nächster Woche tagt der Parteivorstand. „Ich gehe jedoch davonaus, dass die Liste wie nach dem Ergebnis des Parteitages erstellt wird“, erläutert Posch.

Martin Giefing von der  neunten auf die dritte Stelle

Eine Überraschung innerhalb der Reihung gibt es dennoch: Martin Giefing, zur Zeit noch nicht im Gemeinderat vertreten und vor der Wahl an Stelle neun gereiht, landete an dritter Stelle. Was nach derzeitiger Aufteilung im Gemeinderat bedeuten würde, dass mit Giefing, Michael Sgarz und Edith Kern Riegler drei von vier Neuen im Gemeindevorstand, quasi der Gemeinderegierung, vertreten sein würden. „Wir diskutieren zur Zeit nicht über die Besetzung des Gemeindevorstandes. Wir warten die Wahlen ab, dann werden intern über die Besetzung Gespräche geführt“, so Posch.

Mit Peter Eitzenberger, Reinhard Schmirl, Franz Donhauser, Dietmar Eichhorn, Wolfgang Reinhalter und Rudolf Stöger werden sich sechs der zur Zeit 13 SPÖ-Gemeinderäte nicht mehr der Wahl stellen. Ob der Schnitt etwas zu radikal ausfällt? „Die meisten dieser Mandatare haben bereits mehrere Gemeinderatsperioden hinter sich. Bei uns gibt es auch Personen, die nach vorne drängen“, so Posch abschließend.