Erstellt am 19. November 2014, 10:23

von Richard Vogler

Neues Betriebsgebiet für die Stadt. Ein Teil des Areals vom Kreisverkehr weg zwischen B50 und Eisenstädterstraße wurde umgewidmet. Die Grünen üben Kritik.

Vogelperspektive. Im oberen rechten Eck ist der Kreisverkehr zu sehen, von wo aus sich das neue Betriebsgebiet erstreckt. Die Umwidmung reicht bis zum Ende der zweiten grünen Fläche.  |  NOEN, Google Maps

In Mattersburg wurden bei der letzten Gemeinderatssitzung die Voraussetzungen für eine neue Betriebsansiedelung geschaffen: An der B50 wurde rund 3,5 Hektar Grünland in „Gemischtes Baugebiet“ umgewidmet und so die Voraussetzungen für ein Betriebsgebiet geschaffen. Dabei handelt es sich um einen Teil jenes Areals, das vom Kreisverkehr bei der „Beton-Lok“ weg von der Eisenstädterstraße und B50 in Richtung Marz, umschlossen ist.

Verhandlungen schon seit einiger Zeit

Die Verhandlungen bezüglich Grundstücksverkäufen in diesem Bereich laufen schon seit einiger Zeit. Nun scheint man sich mit zumindest einem Teil der Besitzer einig geworden zu sein. Wann und was dort neu hinkommen soll, will man von Seite der Gemeinde nicht preis- geben. Bei der Gemeinderatssitzung wurde jedoch ein Detail bekannt: Demnach soll es sich um einen einzigen Betrieb handeln, der sich dort ansiedeln möchte. Bei der Sitzung sprach Grün-Gemeinderat Michael Unger die Verkehrsproblematik an – bei der nur unweit entfernten Arena kommt es immer zum Stau.

In einer Presseaussendung kritisieren die Grünen nun die Umwidmung. Sonja Sieber verweist darin, dass es bereits zwei Einkaufszentren gibt wie auch mehrere Betriebsgebiete, wo freie Flächen vorhanden sind. Das Ortsbild der Stadt leidet bereits beträchtlich. Von der Schnellstraße kommend wird man in Zukunft nur mehr durch Industrie- und Betriebsgebiete fahren.“ SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon entgegnet, dass „es im Interesse einer Kommune ist, Betriebe anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür müssen seitens der Stadt die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, und das tun wir auch  – wir arbeiten konsens- und lösungsorientert.“

ÖVP-Vize Michael Ulrich begrüßt das neue Betriebsgebiet: „Es muss für Mattersburg das Ziel sein, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, die Verkehrsanbindung dort ist günstig und aufgrund der Entfernung sind Anrainer auch vor Lärm oder Staub geschützt.