Erstellt am 06. März 2014, 11:30

Unfall beendete wilde Verfolgungsjagd mit Polizei. Erst mit einem Unfall hat am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in Niederösterreich für eine Frau aus dem Bezirk Mattersburg eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geendet.

Die Auto-Lenkerin (43) unter Medikamenteneinfluss und mit Wohnsitz im Bezirk Mattersburg prallte mit ihrem Auto gegen einen Streifenwagen und einen Lichtmast, sagte Markus Haindl vom Landespolizeikommando NÖ. Mehrere Anhalteversuche waren zuvor gescheitert. Auch ein Schuss fiel.

Frau fuhr Anhalteversuchen in Vösendorf davon

Die Verfolgungsjagd hatte gegen Mitternacht in Vösendorf (Bezirk Mödling) nahe der Wiener Stadtgrenze ihren Ausgang genommen. Eine Polizeistreife war zuvor auf eine Lenkerin aufmerksam geworden, die "mit extrem hoher Geschwindigkeit" auf der Triester Straße unterwegs war.

Die Frau ignorierte aber alle Anhalteversuche, von denen es laut Haindl zumindest acht gegeben hat. Die Verfolgungsjagd führte nach Wien-Liesing und zurück über den Bezirk Mödling nach Traiskirchen. Beim vorletzten Versuch die Lenkerin zu stoppen gab ein WEGA-Beamter einen Schuss ab, der laut Haindl jedoch weder das Auto noch die 43-Jährige traf.

Flucht vor 20 Polizei-Autos endete an Lichtmast

In Oeynhausen, einer Katastralgemeinde von Traiskirchen, rammte die 43-Jährige gegen 0.40 Uhr neuerlich einen Streifenwagen, ehe die Fahrt an einem Lichtmast bzw. an der Schalteinrichtung einer Ampel endete. Die Frau wurde in ihrem Wagen eingeklemmt, von Uniformierten geborgen und leicht verletzt ins Landesklinikum Baden eingeliefert.

Aufgrund einer klinischen Untersuchung im Krankenhaus wurde Medikamentenmissbrauch festgestellt, so die Landespolizeidirektion. Die Lenkerin büßte ihren Führerschein ein. Sie hatte auch Rotlicht an Ampeln ebenso wie Stopptafeln und Straßensperren missachtet.

An der Verfolgungsjagd waren mehr als 20 Polizeistreifen aus Niederösterreich und Wien beteiligt. Drei der Dienstfahrzeuge wurden Polizeiangaben zufolge teils erheblich beschädigt.