Erstellt am 29. Februar 2012, 00:00

Unglaublich: Anwalt fand das Gericht nicht. PROZESS IN KAIRO / Rechtsbeistand des Sauerbrunners fuhr zum falschen Gericht. Ein Anruf der Botschaft klärte die Sache auf.

BAD SAUERBRUNN / Schier Unglaubliches berichtet die Mutter des wegen illegalen Waffenbesitzes inhaftierten Bad Sauerbrunners vom ersten Prozesstag, der am Montag stattfinden hätte sollen: „Der ägyptische Anwalt fuhr zum falschen Gericht und wartete dort gemeinsam mit meiner Schwiegertochter, die auch vor Ort war, geschlagene drei Stunden. Erst ein Anruf von der Botschaft machte den Juristen auf seinen Fehler aufmerksam.“

Die Mutter ist verständlicherweise mit ihren Nerven und mit ihrem Vertrauen in die ägyptische Rechtssprechung am Ende: „Ich bin am Boden zerstört und glaube, dass da System dahinter steckt, anders kann ich mir das alles nicht mehr vorstellen. Ich hoffe aber trotzdem, dass es sich nur um einen Kommunikationsfehler handelt.“

Mutter erhofft sich Hilfe  vom AußenministeriumDie Mutter hatte vor, am nächsten Tag (Dienstag) das Außenministerium zu informieren. „Die Beamten haben sich bis jetzt wirklich sehr für uns eingesetzt“, hofft die Frau auf Hilfe von dort. Die Verhandlung wurde wegen Vorlage weiterer Beweismittel auf den 25. März vertagt. Die Angelegenheit gestaltet sich für die Familie bisher schon sehr kostspielig: „Meine Schwiegertochter fliegt seit der Inhaftierung regelmäßig nach Ägypten, um meinen Sohn zu besuchen.“Wie die BVZ berichtete, ist der 32-jährige gebürtige Bad Sauerbrunner Anfang November mit vier Gewehren und 200 Schuss Munition samt dazugehörigen Papiere nach Ägypten eingereist. Der Zoll am Flughafen warf dem Securitymann, der zur Begleitung eines italienischen Frachtschiffes nach Kairo gekommen war, Waffenschmuggel vor.