Erstellt am 10. August 2011, 00:00

Urlauber ertrank beim Baden im Römersee. SUCHAKTION / Ein deutscher Badegast ging ohne ersichtlichen Grund unter. Rettungskräfte konnten ihn nur mehr tot bergen.

Aus der Luft. Rettungshubschrauber Christophorus III versuchte mittels Wärmebildkamera von der Luft aus den Schwimmer zu lokalisieren.  |  NOEN
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BAD SAUERBRUNN / Ein in Deutschland lebender 36-jähriger Perser, der seinen Urlaub in Österreich verbrachte und am Samstag den Römersee in Bad Sauerbrunn durchschwimmen wollte, ist plötzlich untergegangen. Die Rettungskräfte konnten ihn nur mehr tot bergen. Die Angehörigen hatten den Vorfall bemerkt und sofort Alarm geschlagen. Rund 25 Meter vom Ufer entfernt war der Deutsche ohne ersichtlichen Grund untergegangen.

Margit Rass, die Geschäftsführerin des Römersees berichtet: Ich bin mit Bürgermeister Gerhard Hutter und seiner Frau Christa zusammen gesessen und haben uns unterhalten, als der Vorfall passierte. Der Bürgermeister hat dann sofort sämtliche Einsatzkräfte gerufen. Die Ortsfeuerwehren Bad Sauerbrunn und Wiesen rückten mit 40 Mann an, ebenso der Tauchdienst Burgenland mit acht Tauchern und ein fünfköpfiges Kriseninterventionsteam.

Der Römersee hat eine Tiefe von drei bis vier Meter und eine Fläche von knapp 44.000 Quadratmeter. Aufgrund der Angaben der Angehörigen entschloss sich Einsatzleiter Andreas Giefing, mittels Suchkette vom Ufer aus nach dem 36-jährigen zu suchen.

Suche aus der Luft  mittels Wärmebildkamera

Ein Hubschrauber versuchte von der Luft aus, den Verunglückten mit Hilfe einer Wärmebildkamera zu lokalisieren. Auch mehrere Badegäste mit Tauchausrüstung halfen bei der Suche da die Sichtweite nur zirka 50 Zentimeter beträgt gestaltete sich dies jedoch schwierig.

Mitglieder der Suchkette fanden schließlich den 36-Jährigen, Taucher bargen ihn aus einer Tiefe von rund drei Metern. Für den Deutschen kam aber jede Hilfe zu spät, der Notarzt konnte nur mehr seinen Tod feststellen.

Einsatzleiter Andreas Giefing bat anschließend alle anwesende Feuerwehrmitglieder zu einer kurzen Besprechung und erläuterte nochmals die Einsatztätigkeiten, da dies sicher kein alltäglicher Einsatz war. Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich inzwischen um die Angehörigen.

Es war furchtbar, die Verwandten des Verstorbenen waren ganz hysterisch und haben nur geschrien. Wir konnten uns auch mit ihnen nicht verständigen, denn keiner hat deutsch gesprochen, schildert Margit Rass, die Geschäftsführerin des Römersees, die Situation.

Zusammenarbeit. Mittels Suchkette wurde nach dem 36-jährigen Urlauber vom Ufer aus gesucht. Mitglieder der Suchkette fanden ihn schließlich in einer Tiefe von rund drei Metern.ZVG