Erstellt am 20. August 2015, 14:41

von Melanie Windbüchler

Radeln für die Kinder. Vor zwei Wochen startete Ute Richter-Gau mit dem Rad an der dänischen Grenze und radelte 1360 Kilometer bis nach Neudörfl, um für das Kinderhaus Spenden zu sammeln.

Motiviert. Ute Richter-Gau vor ihrer großen Reise nach Österreich mit ihrem von ihr technisch ausgerüstetem Mountainbike. Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Am 28. Juli ging die 55-jährige Diplomingenieurin Ute Richter-Gau auf eine große Radtour. Sie radelte von der dänischen Grenze aus bis nach Neudörfl und sammelte dabei Spenden. Die Radlerin unterstützt mit ihrer Tour die Neudörflerin Monika Flackl, welche regelmäßig soziale Projekte betreut.

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„Die Kosten für Verpflegung und Übernachtung habe ich selbst getragen. Monika hat für mich die Buchungen der Unterkünfte von Österreich aus übernommen“ so die Radlerin. In den diversen Gaststätten und Wirtshäusern, an welchen sie Halt gemacht hatte, erzählte Richter-Gau von ihrer Tour für den guten Zweck, weshalb viele zum Spenden bereit waren.

Das Geld, das auf dieser Radtour zusammen kam, geht an das Kinderhaus in Neudörfl, wo Kinder aus sozial schwachen Familien betreut werden. „Ich möchte den Kleinen im Kinderhaus einen unvergesslichen Tag bereiten“, so die Neudörflerin.

Ute und Monika, welche sich vor langer Zeit über Facebook kennenlernten, verbindet, abgesehen von einer wunderbaren Freundschaft, der Drang, Menschen zu helfen: „Mit dieser Radtour, die ich täglich auf meinem Facebook-Profil dokumentierte und auf diesem auch regelmäßig zum Spenden aufrief, konnte ich einen Beitrag zu Monikas Projekt beisteuern“, so Richter-Gau.

„Es war nicht einfach, aber nun bin ich froh“

Für den guten Zweck nahm sie den harten Weg, der über 1360 Kilometer lang war, aber gerne in Kauf.

„Die Route führte mich von meiner Heimat Lindaunis, das an der dänischen Grenze liegt, über Hamburg, Hannover, Regensburg, Passau, Mauthausen bis nach Neudörfl. Es verlief nicht unbedingt alles reibungslos. Ich hatte zwei Mal einen platten Reifen, eine defekte Schaltung und des Öfteren machten mir das Wetter und der starke Wind einen Strich durch die Rechnung. Außerdem schickte mich mein Navigationsgerät manchmal über eine falsche Route. Ich bin aber froh, unversehrt angekommen zu sein, und doch eine stattliche Summe zusammengebracht zu haben“, so die Radlerin.

Der Gesamterlös der Spenden, nämlich 820 Euro, wurde am Montag gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Posch dem Kinderhaus überreicht. „Alles, was im Nachhinein noch an Spenden zusammen kommt, investiere ich in andere soziale Projekte, die ich am Laufen habe“, so Spendenerhalterin Monika Flackl.