Erstellt am 05. November 2013, 11:48

von Martin Plattensteiner

Utopie oder bald Realität?. Gigantisches Projekt / Reinhard Morawitz plant mit einer Investorengruppe um 60 (!) Millionen Euro einen Generationen-Wohnblock für 300 Personen zu errichten.

Von Martin Plattensteiner

SIGLESS / Der 60-jährige pensionierte Bauingenieur Reinhard Morawitz hat in seiner Heimatgemeinde Sensationelles vor. Auf einem 6,3 Hektar großen Areal hinter dem Sportplatz sollen ab Herbst 2014 die Bagger anrollen. Die Errichtung eines riesigen Generationen-Wohnkomplexes - das ist seine Vision.

60 Millionen Euro durch Investorengruppe 

Die Eckdaten alleine suchen in Österreich wohl ihresgleichen. Das 60 Millionen Euro-Projekt soll Platz für 300 Personen schaffen. „Wohnen wie im Urlaub mit Wiener Lebensqualität“, skizziert Morawitz seinen Plan. So sollen neben zahlreichen Wohnungen, ein Theater, ein Kaffeehaus, ein Biotop samt Wasserfontaine errichtet werden. Auch ein Ärztezentrum samt Pflegestation sind geplant; zusätzlich noch ein sogenannter Starterblock für junge Familien. „Man muss über den Tellerrand blicken“, meint Morawitz. Seines Wissens nach werden in Österreich 44.000 seniorengerechte Wohneinheiten benötigt. Um den stolzen Betrag von 60 Millionen Euro aufzustellen, hat Morawitz eine Investorengruppe im Talon. Namen wollte er aber vorerst keinen nennen.

Ortschef Kutrovatz: „Schritt für Schritt“ 

Das Areal, auf dem das Projekt entsteht gehört 15 Privatpersonen. „Die sind bereit, ihre Gründe für das Bauvorhaben zu verkaufen“, verspricht Morawitz. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung präsentierte er dem Gemeinderat und den Zuhörern sein Projekt. „Nun warte ich darauf, dass der Gemeinderat eine Absichtserklärung zur Umwidmung der Fläche durchbringt“, so Morawitz weiter.„Einerseits klingen die Pläne utopisch, andererseits kann ich nur sagen warum denn nicht“, ist das erste Statement des SPÖ-Bürgermeisters Josef Kutrovatz. „Natürlich muss alles Schritt für Schritt geplant werden. Da geht es um viele Verträge und auch Bankgarantien.“ Sowohl seine Fraktion als auch die Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ beraten nun bis zur nächsten Gemeinderatssitzung intern über das Projekt.