Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Verdruss wegen Schulbeiträgen. Umstellung des Verrechnungssystems / 2013 dürfen die Sprengelgemeinden die Kosten im Nach- als auch im Vorhinein bezahlen.

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Von Katharina Tschürtz

BEZIRK / Eine Umstellung des Verrechnungssystems der Beiträge der Sprengelgemeinden für die Neue Mittelschule Mattersburg sorgt bei manchen Gemeinden für Verdruss.

„Bislang wurden die Beiträge von der Stadtgemeinde Mattersburg vorfinanziert und im Nachhinein verrechnet. Wir haben uns dran gewöhnt. Da wir nun im Vorhinein zahlen sollen, fallen 2013 fast die doppelten Kosten an. Dies ist unangenehm, aber erlaubt“, so Rohrbachs Bürgermeister Alfred Reismüller.

In der Gemeinderatssitzung Ende November hat die Stadtgemeinde beschlossen, für 2013 auf das neue Verrechnungssystem umzustellen. Dies bedeutet für die Sprengelgemeinden, dass sie für ihr Budget 2013 nicht nur, wie bisher, die Beiträge für das abgelaufene Jahr zu begleichen haben, sondern zusätzlich auch für das kommende Jahr zahlen müssen.

Ärgerlich ist dabei, dass dies Ende des Jahres bekannt gegeben wurde. Die Gemeinde Rohrbach zum Beispiel hat ihr Budget bis 29. November erstellt. Einen Tag später, am 30. November, kam die Mitteilung der Stadtgemeinde Mattersburg. Dies bedeutet für Rohrbach beinahe 100.000 Euro zusätzlich zu dem bereits für das Budget 2013 geplanten Kosten.

Zu den Sprengelgemeinden der Neuen Mittelschule Mattersburg gehören Antau, Bad Sauerbrunn, Draßburg, Eisenstadt, Forchtenstein, Großhöflein, Hirm, Krensdorf, Loipersbach, Marz, Mattersburg, Neudörfl, Pöttelsdorf, Pöttsching, Rohrbach, Siegendorf, Sieggraben, Sigleß, St. Margarethen, Wiesen, Wulkaprodersdorf und Zemendorf-Stöttera. Die meisten Schüler, neben Mattersburg, kommen aus Forchtenstein, Rohrbach, Wiesen und Marz.

„Ich bin um eine bilaterale Lösung bemüht. Wir werden versuchen, mit den anderen Gemeinden zu reden, um eine Alternative zu finden und eine Zahlung auf einen längeren Zeitraum zu vereinbaren. Eine Vorwarnung hat es keine gegeben, zumindest ist es nicht so kommuniziert worden. Ich hoffe wir können die Angelegenheit auf eine vernünftige Art und Weise regeln“, so der Marzer Bürgermeister Gerald Hüller.

„Wir haben entschieden, ab 2013 das System umzustellen. Andere Gemeinden machen das schon immer so. Auch bei der Berufsschule wird es seit jeher so gehandhabt. Kritik würde ich verstehen, wenn die Gemeinden ihr Budget für 2013 bereits beschlossen hätten, aber das haben die wenigsten. Für uns als Schulerhalter bedeutet die Vorfinanzierung sehr viel Geld. Daher die Umstellung“, so Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

Alfred Reismüller und Ingrid Salamon äußern sich zu der Umstellung der Schulbeitragszahlungen.