Erstellt am 21. August 2013, 00:00

Verfahren gegen Aminger eingestellt. Anonyme Anzeige / Der ehemalige Sicherheitsdirektor Erhard Aminger will nun rechtliche Schritte gegen den anonymen Anzeiger einleiten.

Gegenoffensive. Erhard Aminger will den anonymen Anzeiger kennen.  |  NOEN

LOIPERSBACH / Das aufgrund einer anonymen Anzeige im Vorjahr in die Wege geleitete Verfahren wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch gegen den früheren Sicherheitsdirektor, Mag. Erhard Aminger, wurde - wie jetzt bekannt wurde - eingestellt. Die Anzeige fiel in die Bewerbungsphase zum neuen Polizeidirektor. Für dieses Amt hatte sich Aminger beworben, schlussendlich fiel die Wahl auf Peter Doskozil.

Bereits vor einem Jahr sprach Aminger von „haltlosen Vorwürfen“. Nun ist die Sache juristisch vom Tisch, Aminger wird jedoch in die Offensive gehen.

„Die Anzeige gleicht Rufmord und Vernaderung“

„Ich werde rechtliche Schritte ergreifen, die Anzeige gleicht Rufmord und Vernaderung.“ Geht es nach Aminger, so kennt er den Täter. „Ein damaliger Mitarbeiter der Sicherheitsdirektion. Ich glaube, er ist bereits in Pension. Er wurde bei der Aufgabe von mehreren Briefsendungen gefilmt“, hält Aminger im Gespräch mit der BVZ fest.

SPÖ-Klubobmann Christian Illedits ortet die Umstände der anonymen Anzeige in einem parteipolitischen Hintergrund. „Aus meiner Sicht hat es von Seiten der Innenministerin auch eine völlig unangebrachte Vorverurteilung Amingers gegeben. Eine Klarstellung ist daher dringend geboten“, so der Klubobmann.

Die Bevölkerung von Loipersbach habe ihr „Urteil“ bei der Gemeinderatswahl gefällt und Erhard Aminger mit 58,2 Prozent zum Bürgermeister gewählt, ergänzt Illedits abschließend.