Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Verhältnis mit Schülerin? Lehrer steht vor Gericht. GERICHT / Suspendierter Lehrer gab zu, mit einer Schülerin nach ihrem 18. Geburtstag ein Verhältnis gehabt zu haben.

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VON VOGLER RICHARD

MATTERSBURG / Ein Pädagoge, der am Mattersburger Gymnasium unterrichtete, stand vergangenen Dienstag vor dem Landesgericht Eisenstadt. Gegen ihn wurde Anklage wegen „Missbrauch des Autoritätsverhältnisses“ erhoben. Im Rahmen der Verhandlungen wurde ihm vorgeworfen, von 2008 bis zur Matura im Juni 2009 mit einer seiner Schülerinnen geschlechtliche Handlungen und Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben. Der Angeklagte bestätigte zwar das Verhältnis, dementierte aber den Zeitpunkt: Sie hätten bewusst bis zu ihrem 18. Geburtstag mit dem Geschlechtsverkehr gewartet und bis Mai 2010 hatten sie eine geschlechtliche Beziehung. Geht es nach dem Pädagogen, so sind die Vorwürfe, dass er mit einer Minderjährigen eine geschlechtliche Beziehung gehabt haben soll, nicht gerechtfertigt, da dies gar nicht möglich gewesen wäre, da „ihre Mutter sie total kontrollierte. Wir hätten uns gar nicht treffen können.“ Das Mädchen hat diese Vorwürfe zum ersten Mal bei einer Befragung einer Kommission des Landesschulrates im September 2011 erhoben. Bei Befragungen seitens der Polizei berichtete sie davon vorher nichts. Die Verhandlung wurde vertagt. Die Gerichtsverhandlung hat eine Vorgeschichte: Im Mai 2009 klagte eine Mutter gegenüber der BVZ, dass der nun angeklagte Pädagoge „seine Schülerinnen begrapscht.“ Der Pädagoge soll sich hinter die Mädchen gestellt und massiert haben und ihnen am Arm rauf und runter gefahren sein.

Nachdem ein Foto Landesschulratspräsident Gerhard Resch zugespielt wurde, wurde der Lehrer suspendiert und der Landesschulrat leitete Untersuchungen ein. Was auf dem Foto zu sehen war? „Der Lehrer sitzt am selben Stuhl wie das Mädchen. Das Foto wurde auf einer Plattform veröffentlicht. Auf Druck des Lehrers mussten die Schüler dieses wieder entfernen“, berichtete Landesschulratspräsident Gerhard Resch.