Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Verirrtes Reh in „Seenot“. RETTUNGSAKTION / Die Freiwillige Feuerwehr Bad Sauerbrunn half einem Tier, das auf dem See am Keltenberg festsaß.

Schwieriges Unterfangen. Mittels gesicherten Schiebeleitern begab sich ein Mitglied der Freiwiligen Feuerwehr Bad Sauerbrunn zu dem Tier.  |  NOEN
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BAD SAUERBRUNN / „Reh in See“ so lautete die Einsatzmeldung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sauerbrunn am vergangen Samstag. Spaziergänger bemerkten in der Mitte des See am Keltenbergs ein Reh. Es versuchte verzweifelt am dünn zu gefrorenen See Halt zu finden, um wieder ans Land zu gelangen. Völlig entkräftet gab es jedoch irgendwann auf und legte sich am Eis nieder.

Für die Kameraden der Feuerwehr galt es laut Roland Posch keine Minuten zu verlieren, denn die Eisschicht war nur wenige Zentimeter dick. „Wäre das Reh eingebrochen, hätte es den sicheren Tod für das Tier bedeutet“, ist sich der Feuerwehrmann sicher.

Mittels Schiebeleitern  zur Tierrettung

Einsatzleiter Markus Izmenyi entschied daher, dass ein Kamerad mittels gesicherten Schiebeleitern zur Tierrettung auf den gefrorenen See steigen solle. Durch die Leitern verteilte sich das Gewicht des Retters auf eine größere Fläche und so würde das Eis das Tier und einen Retter tragen. Das „Bambi“ beobachtete das Treiben der Florianijünger und wartete geduldig auf die Hilfe. „Das Reh zeigte auch keine Scheue. Es schien so, als vertraue es den Helfern“, so Posch. Langsam und beruhigend sprachen die Feuerwehrmänner dem Tier zu. Bereits nach wenigen Minuten waren sowohl Retter als auch das Tier in Ufernähe. Kurz vor dem Ziel brach das Eis doch noch ein und so musste der Retter das Reh aus dem See hinaustragen. Beide blieben unverletzt, das Tier kehrte schließlich wieder in den Wald zurück.