Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Verkehrslösung Arena: Zurück an den Start. KNALLEFFEKT / ASFINAG tritt Bundesstraße nicht ab. Betreiber Gruber muss nun doch eine Über- oder Unterführung bauen.

Kein Einzelfall. Immer wieder überqueren Fußgänger beim Kreisverkehr die Schnellstraße. Nun wird es aller Voraussicht nach eine Ober-oder Unterführung als Verbindung zwischen den beiden Arena-Abschnitten geben. RICHARD VOGLER  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Beim verkehrsneuralgischen Punkt Arena Mattersburg schien Hoffnung zu bestehen, dass die Situation entschärft werden könnte – die angedachten Maßnahmen können jedoch nicht umgesetzt werden.

Bereits zwei Jahre  ohne Verkehrslösung

Zur Vorgeschichte: Der zweite Arena-Abschnitt wurde Ende März 2010 eröffnet. Die eigentliche Voraussetzung, dass die „Arena West“ in Betrieb gehen darf, war eine entsprechende Verkehrslösung. Arena-Betreiber Werner Gruber hätte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Unter- oder Überführung gebaut haben müssen. Bislang ist in diese Richtung jedoch noch nichts passiert. Eine Alternativvariante wurde mittlerweile angedacht. Das Land Burgenland trat in Verhandlung mit der ASFINAG (da die Schnellstraße, die die beiden Arena-Abschnitte teilt, im Besitz des Bundes ist, war die ASFINAG dafür zuständig). Geplant war, dass das Land 77 Meter vom Kreisverkehr weg übernimmt. Danach hätte ein Fahrbahnteiler (eine Art Zebrastreifen mit der Möglichkeit, in der Mitte stehen zu bleiben) beim Kreisverkehr und eine eigene Ausfahrt vom zweiten Abschnitt aus gebaut werden sollen. Diese Variante ist jedoch nicht möglich. „Die ASFINAG gibt dieses Stück nicht her“, berichtet nun Hans Godowitsch, Vorstand der Abteilung Straßenbau.

Was nun angedacht ist? „Herr Gruber hat ein Gutachten eingebracht, wir lassen gerade ein Gegengutachten erstellen, das ist in 14 Tagen fertig“, so Godowitsch. Auf die Frage, ob Gruber nun die Ober- oder Unterführung bauen muss, entwortet Godowitsch mit deutlichen Worten: „Die Bezirkshauptmannschaft muss nun aktiv werden und Druck auf Herrn Gruber ausüben.“

Die Reaktion von Werner Gruber? „Das ist mir neu, dass die ASFINAG dieses Teilstück nicht abtritt. Meines Wissens wollte die ASFINAG dieses Gutachten abwarten und dann entscheiden“, so Gruber abschließend.

Die Pressestelle der ASFINAG war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.